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Australien - Die ANZAC-Klasse - Neue Fregatten für die australische und neuseeländische Marine | Australien - Die ANZAC-Klasse - Neue Fregatten für die australische und neuseeländische Marine |
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| Geschrieben von Hans Karr | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Dieser Artikel wird mit freundlicher Genehmigung der "Marineforum - Zeitschrift für maritime Fragen" veröffentlicht.
Der Typschiff- und Klassenname ANZAC ist eine Wortschöpfung aus dem Ersten Weltkrieg und steht für Australian and New Zealand Army Corps. Ein solcher Verband wurde von beiden Staaten gemeinsam aufgestellt und kämpfte auf dem europäischen Kriegsschauplatz. Seither hat diese Bezeichnung Symbolwert und steht für eine aus Soldaten beider Länder gebildete Truppe.
Schiffscharakteristik und technische Daten Die MEKO-Technologie, ist gekennzeichnet durch die modulare Bauweise. Unterschiedliche aber standardisierte Module für Waffen, Elektronik, Mastaufbauten, Schiffsbetriebseinrichtungen und Gerätepaletten lassen sich als Funktionseinheiten einrüsten. Insgesamt 21 solcher Module sind auf der MEKO 200 ANZ vorhanden. Die Konstruktion des Schiffskörpers und die Fertigung der Module erfolgt zeitlich parallel. Kurze Bauzeiten und Kosteneinsparung sowie große Flexibilität in der Zusammenstellung der Systemkomponenten sind charakteristische Merkmale des MEKO-Prinzips. Auch später notwendig werdende Reparaturen, Modernisierungen oder Umrüstungen können kostengünstig und mit geringem Aufwand durchgeführt werden. Die Antriebsanlage ist als Bewaffnung und Ausrüstung Unmittelbar hinter dem Steuerbord-Schornstein befindet sich ein achtzelliges Modul Mk 41 VLS (Vertical Launch System) zur Aufnahme von Schiff-Luft-Flugkörpern Sea Sparrow. Der 3,67 m lange und 231,5 kg schwere Flugkörper fliegt 2,5 Mach und hat eine Reichweite von etwa 15 km. Er dient dem Eigenschutz und dem eingeschränkten Verbandsschutz. Seine größte Wirkung erzielt der Flugkörper im Nahbereich. Auf der Fregatte WARRAMUNGA und den Folgeschiffen wird bereits eine Weiterentwicklung, der ESSM (Evolved Sea Sparrow Missile), eingerüstet. Mit dieser Maßnahme erhöht sich auch die Anzahl der mitgeführten Flugkörper auf 32. Die beiden älteren australischen Schwesterschiffe werden im Rahmen von Nachrüstungsmaßnahmen auf den gleichen Ausrüstungsstand gebracht. Der vergrößerte Durchmesser des ESSM macht den Einbau eines neuen Raketenmotors möglich. Zusammen mit der verbesserten Heckleitwerksteuerung wird eine höhere Geschwindigkeit (3 Mach) und bessere Manövrierfähigkeit erreicht. Zudem ergibt sich auch eine größere Reichweite (50 km) und eine verbesserte Eigenschiffverteidigung gegen moderne Seezielflugkörper. Eine modifizierte Lenkeinheit macht eine erhöhte Trefferquote gegen kleine Ziele möglich. Nach Berichten aus der Fachpresse sollen bei der australischen Marine auch Überlegungen zur Einrüstung von acht Schiff-Schiff-Flugkörpern Harpoon und einer Nächstbereichsflugabwehranlage Phalanx bestehen. Mit einem Zeitverzug von mehr als drei Jahren wurde Ende 2003 der erste von elf bestellten Bordhubschraubern des Typs Kaman Super Seasprite an die australische Marine abgeliefert. Allerdings ist das vorgesehene Einsatzführungssystem ITAS (Integrated Tactical Avionics System) frühestens Ende 2004 zu Erprobungszwecken einsatzfähig. Im Hubschrauberhangar der ANZAC-Klasse kann eine Maschine dieses Typs mitgeführt werden. Als Bewaffnung erhält der Super Seasprite den norwegischen Luft-Schiff-Flugkörper Penguin Mk 2 von Kongsberg. Der 0,8 Mach schnelle Flugkörper hat eine Reichweite von 26 km. Zur U-Bootbekämpfung wird der schon erwähnte U-Jagdtorpedo MU 90 Impact verwendet. Hauptsensor der ANZAC-Klasse ist die neuere Version des Weitbereichs-Luftraumüberwachungsradars AN/SPS-49 von Raytheon. Das 2D-Radar, dessen Antenne sich auf dem achteren Pyramidenmast befindet, arbeitet im Frequenzband von 850 bis 942 MHz und ist in der Lage Luftziele bis zu einer Entfernung von 225 sm zu entdecken. Ein weiterer wichtiger Radarsensor ist das 3D-Mehrzweckradar Sea Giraffe 150 HC der schwedischen Firma Ericsson. Die Anlage befindet sich auf dem vorderen Gittermast und dient der See- und Luftraumüberwachung, der Zielverfolgung sowie der Feuerleitung. Die Anlage arbeitet im Frequenzband 5,4 bis 5,9 GHz und hat eine maximale Reichweite von 100 km. Der Feuerleitung dient die 9 LV 200 Tracker-Anlage der schwedischen Firma Celsius Tech. Unmittelbar vor dem Gittermast hat sie auf dem Brückenaufbau ihre Aufstellung gefunden. Der Radarteil arbeitet im Frequenzbereich 8700 bis 9500 MHz. Des weiteren sind TV- und Infrarot-Sensorik sowie ein Laser-Entfernungsmesser eingebaut. Die Einsatzreichweite wird mit 9 km angegeben. Als Führungs- und Waffeneinsatzsystem ist das schwedische 9 LV Mk 3E Naval Combat Management System von SAAB Tech Systems vorhanden. Die C3 Anlage (Command, Control, Communication) zeichnet sich durch eine extrem schnelle Reaktionszeit und hohen Automatiesierungsgrad aus. Alle Sensoren und Effektoren des Schiffes sind hier integriert und kommen über die Anlage zum Einsatz. Schlußbemerkung
Bildquelle: www.naval-technology.com |
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| Letztes Update ( Mittwoch, 23 Juli 2008 ) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||