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Europa - Dassault / Dornier Alpha Jet - Einleitung E-Mail
Geschrieben von Sascha Stewen   
Artikel Inhalt
Einleitung
Technik
Einsatz



Einsatz
Ägypten 45 insgesamt (30 MS1 und 15 MS2) Bestellt 1981/82
Stationiert in der 57. und 58 Squadron in Kairo-Almaza sowie bei der Weapon Training Brigade in El Minya Acht Maschinen gebaut in Frankreich, 37 in der Flugzeugfabrik Nr. 36 in Helwan 
Belgien 33 Alpha Jet B Bestellt November 1974
Stationiert in der No.11 Squadron im 1. Wing in Beauvechain Endmontage bei SABCA (Société Anonyme Belge de Constructions Aéronautiques) in Belgien
Deutschland 175 Alpha Jet A Siehe Geschichte
Bis 1993 in Dienst bei dem JaboG 41 in Husum, dem JaboG 43 in Oldenburg, dem JaboG 49 in Fürstenfeldbruck und dem Fluglehrverband in Beja, Portugal, welcher im Ernstfall das JaboG 44 in Leipheim gebildet hätte; nach Ausmusterung 32 Flugzeuge weiter im Bestand zwecks Ausstellung und Mechanikerausbildung Endmontage bei Dornier in Oberpfaffenhofen
Elfenbeinküste 12 Alpha Jet C Bestellt Oktober 1977
Zuletzt stationiert in Bouake, Verbleib ungewiss Endmontage in Frankreich
Frankreich 175 Alpha Jet E Siehe Geschichte
Die Flugzeuge stehen in Dienst zur Waffenausbildung bei der Escadron de Transformation 1/8 "Saintonge" und 2/8 "Nice in Cazaux und bei der Groupement Ecole de Chasse "Christian Martel" zur Pilotenausbildung in der 1/314 "Jean Langlet", 2/314 Henri Jeandet", 3/314 "Henri Arnaud", 4/314 "Martin le Meslee" und 6/314 "Jean Maridor" in Tours, sowie bei der Patrouille de France in Salon de Provence Endmontage bei Dassault-Breguet in Toulouse
Kamerun 7 Alpha Jet NGEA Bestellt im Januar 1981
Stationiert in Garoua Endmontage in Frankreich
Katar 6 Alpha Jet C Bestellt im Dezember 1979
Die Maschinen bilden die 11th Close Support Squadron, welche Teil des 1st Fighter Wing auf der Basis Doha ist Endmontage in Frankreich
Marokko 24 Alpha Jet H Bestellt im Februar 1978
Sämtliche Flugzeuge sind in Meknes stationiert und dort sowohl für die Ausbildung wie auch für Luftnahunterstützung zuständig Endmontage in Frankreich
Nigeria 24 Alpha Jet N Bestellt im Dezember 1978
Je die Hälfte dient der Ausbildung von Piloten sowie der Luftnahunterstützung, sie alle sind jedoch der Air Weapon School in Kainji zugeteilt Endmontage in Deutschland
Togo 6 Alpha Jet C Bestellt im Mai 1977
Stationiert beim Air Attack Flight auf der Basis Lome Endmontage in Frankreich


Nach der Außermusterung bei der deutschen Luftwaffe behielt die Bundeswehr noch 32 Maschinen für eigene Zwecke, sieben wurden an Museen abgegeben. Der Rest der sich noch in gutem Zustand befindlichen Flugzeuge wurde an verschiedene militärische wie zivile Nutzer abgegeben:
Großbritannien Die Defence Evaluation and Research Agency (DERA) erhielt 12 Flugzeuge, von denen 6 als Begleit- und Testflugzeuge und 6 als Ersatzteilspender dienten. Nach der Teilung der DERA übernahm die Qinetiq die Flugzeuge. Stationiert sind sie in Boscombe Down 
Portugal 50 Flugzeuge, die 18 des Fluglehrverbandes sowie 32 weitere aus anderen Verbänden bilden in Beja die Esquadron 103 "Caracóis" und die Esquadron 301 "Jaguares"
RUAG Nach der Dornier-Pleite gingen 22 Flugzeuge an die RUAG, wo sie weiterhin zum Verkauf ausgeschrieben sind.
Thailand Insgesamt 25 Maschinen wurden geliefert, davon 5 als Ersatzteilspender und 20 für den aktiven Dienst. Sie stehen bei der 231 Huntersquadron als Teil des 23rd Wing der 2nd Air Divison in Udon Thani im Dienst
Zivile Eigner 16 Flugzeuge wurden bisher an zivile Eigner verkauft, davon 6 an das schweizer Unternehmen Red Bull, welches die Flugzeuge für Flugvorführungen nutzt, der Rest ging in die USA als Privatmaschinen

Daneben gab es natürlich auch einige Gerüchte bezüglich möglicher Exportkunden. So berichtete die Turkish Daily Newsam im November 1975, die Türkei wolle sich dem Projekt anschließen, wobei ähnlich wie Belgien eine Teileproduktion sowie eine Endmontagelinie angestrebt wurde. Schon drei Jahre später war das Vorhaben jedoch gestorben und das interesse an dem Alpha Jet mehr als gering. Unterdessen waren sich einige arabische Nationen einig gemeinsam den Alpha Jet zu beschaffen. So berichtete die Arab Organization for Industrialization (AOI) im Sommer 1978 über einen gemeinsamen Bedarf an 200 Alpha Jets von Ägypten, Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Letztlich blieb es bei Einzelverkäufen an Ägypten und Katar. Wichtiger als ein arabischer Auftrag wäre allerdings ein Sieg beim Trainerwettbewerb der US Navy gewesen. Extra für diesen Zweck wurde ein Büro in Washington gegründet, außerdem fand sich mit Lockheed ein kompetenter nordamerikanischer Partner. Dieser sollte die geforderten Fähigkeiten kontrollieren und später für die Lizenzproduktion zuständig sein. Bei der ersten Überprüfung zeigte sich, dass der Alpha Jet schon ohne Umrüstung einen Großteil der Forderungen erfüllte. Die Trägertauglichkeit musste noch sichergestellt und amerikanische Avionik sowie Triebwerke von Teledyne Continental engebaut werden. Es waren jedoch keine größeren Umbauten oder kompliziertere Anpassungen notwendig. Trotzdem wurde der VTX-Wettbewerb durch die BAe / MDD Hawk entschieden, eine schmerzliche Niederlage für Dassault / Dornier / Lockheed.

Zum Schluss noch ein kurzer Blick auf die Kosten. Für die 175 bestellten Maschinen zahlte Deutschland 2,5 Mrd. DM (Preisstand 1974), inklusive aller Kosten waren es 3,3 Mrd. DM. 25 Jahre später zahlten die Kunden für die gebrauchten deutschen Flieger je Stück 50.000 DM (Preisstand 1999), mussten jedoch noch jeweils 2 Millionen DM in die Wiederinstandsetzung investieren.



Letztes Update ( Dienstag, 18 Dezember 2007 )
 
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