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Defence News
Japan | Japan |
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| Geschrieben von Klaus Mommsen | |
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Ein in japanische Hoheitsgewässer eingedrungenes, unbekanntes U-Boot hat für Aufgregung gesorgt.
Am 14. September kurz nach Sonnenaufgang entdeckte der Zerstörer ATAGO in der südjapanischen Bungostraße (zwischen Shikoku und Kyushu) das Periskop eines U-Bootes, deutlich (7km) innerhalb der Hoheitsgewässer. Sonar bestätigte die Anwesenheit eines fremden U-Bootes, das jedoch alle Aufforderungen zum Auftauchen und zur Identifizierung ignorierte und getaucht in internationale Gewässer auswich. Nach etwa zwei Stunden ging der Sonarkontakt verloren. Zwar wurde die Suche auch noch am Folgetag fortgesetzt (u.a. mit U-Jagdflugzeugen), das unbekannte U-Boot wurde jedoch nicht mehr geortet.
Zuletzt war im November 2004 ein fremdes U-Boot in japanischen Gewässern entdeckt worden. Damals konnte es aufgrund seiner Geräuschsignatur eindeutig als chinesisches nukleargetriebenes U-Boot der HAN-Klasse identifiziert werden, auch wenn China dies zunächst entrüstet bestritt – sich dann aber eine Woche später offiziell entschuldigte. Dass die Geräuschaufzeichnungen des aktuellen Falles bisher keinem U-Bootstyp zugeordnet werden konnten, könnte auf ein neueres U-Boot deuten. Spekulationen gehen vor allem in Richtung eines modifizierten chinesischen U-Bootes der SONG-II-Klasse, dessen Charakteristik sich noch nicht in den Datenbanken findet. Aber auch der „Besuch“ eines russischen oder nordkoreanischen U-Bootes wird nicht ausgeschlossen.
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| Letztes Update ( Dienstag, 23 September 2008 ) |