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Kulturen im Konflikt
Westliche Staaten
Lateinamerika - Kolumbien (Colombia) | Lateinamerika - Kolumbien (Colombia) - Einführung |
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| Geschrieben von Erich Sczepanski | ||||||||
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"Guerillakrieg, Politikerentführungen, Kokainschmuggel - Kolumbien hat einen schlechten Ruf. Aber die enormen innenpolitischen Probleme des Landes verschleiern den Blick auf sein ökonomisches Potenzial." Wirtschaft: Bis vor wenigen Jahren war Kolumbien eines der am höchsten entwickelten Entwicklungsländer. Es hatte eine relativ gut ausgebildete Bevölkerung, eine exportorientierte Landwirtschaft und Leichtindustrie und eine gesunde demokratische Tradition. Kolumbien von den 50er bis in die 90er Jahre hinein eine der stabilsten Wirtschaftentwicklungen des Subkontinents auf. Die Inflationsrate war für lateinamerikanische Verhältnisse niedrig, die Exportwirtschaft diversifiziert und die Industrie wettbewerbsfähig. Lange Jahre galt der Satz:"El país va mal, pero la economía va bien". In den 90er Jahren leitete Präsident Gaviria den neoliberalen Umbau der Wirtschaft ein, der von Rezession, Inflation und Arbeitslosigkeit begleitet wurde. Nach einem starken Einbruch des Wirtschaftswachstums im Jahr 1999 schrieb das Land aber in den letzten Jahren wieder schwarze Zahlen. In einem ähnlichen Aufschwungzyklos wie Brasilien konnte die Inflation reduziert und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum angekurbelt werden. Ein Wachstum von 3,9 % in 2003 übertraf sogar optimistische Prognosen und war das höchste der letzten fünf Jahre (2,8% in 2000). 2006 und 2007 wuchs die Wirtschaft sogar um 6,8 bzw. 7,0 Prozent. Das Land wird stabiler - Entführungen und Morde gehen zurück, was dazu beiträgt, dass sich die Investitionen im Lande erhöhen. Der Aufschwung ist vor allem dem steigenden Export des Landes zu veranken - und den gestiegenen Rohstoffpreisen. Allein Deuschland importe mit Warenwerten über 730 Mio. Euro im Jahre 2006 um 6,1 % mehr aus dem Land als 2005. Kolumbien ist nach Angabe von Cepal, der Wirtschaftskommission für Lateinamerika, nach Brasilien, Mexiko und Chile das Südamerikanische Land mit den meisten ausländischen Investitionen. Vor allem Anleger aus den USA (zu etwa 1/5 der gesamten Auslandsinvestitionen) und Spanien schätzen den Standort - trotz des jahrzehntelangen Bürgerkriegs und trotz Massenstreiks. Inzwischen wir auch in Kolumbien - nach dem Muster Brasiliens - immer mehr Zuckerrohr zur Ethanolgewinnung angebaut. |
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| Letztes Update ( Dienstag, 02 September 2008 ) | ||||||||