| AUC "Autodefensas Unidas de Colombia" (Vereinigte Selbstverteidigungsgruppen Kolumbiens) unter Carlos Castano (wohl +, April 2004) Die rechtsgerichtete Paramilitärs der AUC waren von Großgrundbesitzern aufgestellt worden, um gegen die linken Guerillagruppen, die eine sozialistisch gefärbte Agrarreform propagieren, anzugehen. Die AUC ist mittlerweile auf eine Größe von rund 20.000 Kombattanten angewachsen. Nach Bericht der Süddeutschen Zeitung (16.03.2007) ist die AUC zwischen 1997 und 2004 mit gut 1,7 Mio. $ aus Kassen der US-Lebensmittelfirma "Chiquita" finaniert worden. "Rund 85 Prozent der politisch motivierten Morde in Kolumbien und fast alle Massaker gehen auf das Konto der AUC", meint Heidrun Zinecker, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung, in einem Interview mit der "Deutschen Welle". Zudem seien die ultrarechten Milizen tief in den Drogenhandel verstrickt. Rechtsextreme sog. TODESSCHWADRONEN wurden also durch versteckte Finanzhilfen von US-Konzernen gefördert. | FARC: marxistisch-leninistische "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens"; größte Guerillaorganisation, schätzungsweise 15.000 Mitglieder, in den sechziger Jahren von rebellierenden Kleinbauern gegründet, die mit Drogenanbau ein zunehmendes Einkommen erhoffen. Gute Kontakte zur kolumbianischen Kommunistischen Partei; daher auch politisch ziemlich einflußreich. ELN: marxistische "Nationale Befreiungsarmee", zweitgrößte Guerillaorganisation, im Norden und Osten Kolumbiens aktiv, schätzungsweise 3.000 bis 5.000 Mitglieder. Gegründet Anfang der 60er Jahre von Priestern und Kontakte zu Kuba. Ziel: Ausbeutung, Gewalt und Elend zu beseitigen. Berüchtigt wurden ihre Anschläge auf Pipelines ausländischer Ölfördergesellschaften. Ihr Führer war lange Jahre Manuel Perez. Bereits seit Jahren kommt es immer wieder zu heftigen Gefechten zwischen der FARC und der ELN, die Anfang 2007 zu Verhandlungen zwischen der offenbar unterlegenen ELN und der Regierung führten. |