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Lateinamerika - Brasilien (Brazil) - Übersicht E-Mail
Geschrieben von Erich Sczepanski   
Artikel Inhalt
Übersicht
Einführung
Wirtschaftliche Entwicklung
Eigene Stärken Brasiliens
Rohstofflager der Welt
Wirtschaftsentwicklung
Wirtschaftszentren
Landreform und Infrastruktur
Einzelne Industriebereiche
Energieprobleme
Erdöl und Ölersatz
Nuklearprogramm
Staatshaushalt
Militärisches Potential
Brasilien Brazil



Wirtschaftsentwicklung







c) Industrielaisierung und Wirtschaftsentwicklung:
Die Investitionen von CVRD gehen heute nicht nur in die Erschließung und Förderung von Rohstoffen, sondern einen weiteren Schritt weiter. Zusammen mit Thyssen Krupp entsteht - wie bereits gesagt - für 2 Mrd. € in Sepetiba in der Nähe von Rio de Janeiro ein Stahlwerk mit Hafen, Kokerei und Kraftwerk (Gesamtinvestition: 3,5 Mrd. €), um auch an der Veredelung der Erzvorkommen profitieren zu können. Die Hütte mit 5 Mio. t. Jahreskapazität soll von 2009 oder 2010 an rd. 2 Mio. t. Stahlbrammen nach Deutschland und rd. 3 Mio. t. in die Walzwerke der Nafta-Wirtschaftsgemeinschaft, vor allem in die USA, liefern. Thyssen Krupp reiht sich dabei nahtlos in eine Reihe namhafter Unternehmen ein - seit Mitte der Neunziger Jahre gehört Brasilien mit China zu den Staaten mit den höchsten ausländischen Direktinvestitionen. Begünstigt wird dies durch eine rigide Abschottungspolitik der brasilianischen Regierung: wer im brasilianischen Markt uneingeschränkt tätig sein will, der muss auch Technologie mitbringen, und in Forschung und Arbeitsplatze im Lande investieren. 35 Milliarden Dollar wurden 2007 als Nettodirektinvestitionen in Brasilien angelegt - ein Wert, der den Vergleich mit China und Indien nicht zu scheuen braucht.

Nachdem die Fabriken die Auslastung (August 2004: > 80 %) mit Zusatzschichten steigern konnten, hat der Aufschwung inzwischen auch den Arbeitsmarkt erfasst. Bis zum August des Jahres 2004 konnte die Beschäftigungsquote in der Industrie um 5,2 Prozent gesteigert werden, eine Jahrsprognose von über 7 Prozent Beschäftigungszuwachs wird gestellt, und das bei in gleicher Größenordnung steigenden Löhnen, die damit einen vollen Inflationsausgleich ermöglichten.
Brasiliens Wirtschaftswachstum wird zunehmend durch die Binnennachfrage angekurbelt. Sinkende Arbeitslosigkeit führt zu steigenden Löhnen - und die gezielte Unterstützung der armen Bevölkerungsgruppen (die durch die hohen Staatseinnahmen bei steigendem Wirtschaftswachstum finanziert werden können) durch Sozialprogramme haben die Mittelschicht gestärkt. Immer mehr Menschen in Brasilien können sich immer mehr leisten. Brasilien gehört bei so unterschiedlichen Gütern wie Computern oder Kosmetik inzwischen zu den größten Absatzmärkten weltweit. 



Letztes Update ( Samstag, 13 September 2008 )
 
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