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Kulturen im Konflikt
Westliche Staaten - das christliche Abendland
Lateinamerika (Einführungsdossier) | Lateinamerika (Einführungsdossier) - Einführung |
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| Geschrieben von Erich Sczepanski | ||||||
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Im Jahre 2007 erreichten alle lateinamerikanischen Ländern ein gemeinsames Wirtschaftswachstum von über 5,5 %. Wenn sich dieses Wachstum auch im Jahr 2008 erreichen lässt, dann hätten die Staaten innerhalb von nur 5 Jahren einen Wirtschaftszuwachs von mehr als 30 % erreicht. Der IWF erwartet für 2008 in China ein Wachstum von 10 %, in Russland von 6,8 % und für Südamerika zwischen 4,5 und 5 %. Lateinamerika zählt also global zu den prosperierenden Wachstumsgebieten - dicht hinter China, Indien und Russland. Kupfer aus Chile, Öl aus Venezuela, Eisenerz aus Brasilien und Sojabohnen aus Argentinien - das sind nur einige der Produkte, die von den rohstoffgierigen Staaten Ost- und Südasiens immer mehr nachgefragt werden. Vor allem Brasilien wird seit der Amtsübernahme von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva im Jahr 2003 immer mehr zum Wirtschaftsmotor für ganz Lateinamerika. Die Inflation und das damit verbundene hohe Zinsniveau konnten eingedämmt werden, was wiederum die private Nachfrage erhöhte. Brasilien befindet sich dabei in Einklang mit Russland, Indien und China - und zählt zu den BRIC-Staaten, die von Volkswirschaftern und Investmentberatern als "Mächte der Zukunft" bezeichnet werden. Die Volkswirtschaften dieser Staaten ergänzen sich in nahezu idealer Weise - sie werden daher häufig als "komplementär" bezeichnet. China benötigt Ressourcen und Absatzmärkte, Lateinamerika Absatzmärkte und Investitionen. Russland wieder kann den südamerikanischen Ländern mit technologisch hochwertigen Produkten - insbesondere auch im Waffensektor - preiswerte Alternativen zu westlichen Systemen bieten. Diskutieren Sie mit:
Mit einem Anteil von 30 Prozent am gesamten sino-lateinamerikanischen Handelsvolumen ist Brasilien der wichtigste Partner Chinas in Lateinamerika. Alleine 2004 wuchs das bilaterale Handelsvolumen um über 50 Prozent auf 12,36 Mrd. US-Dollar. Brasilien exportiert vor allem aufgrund der Ausfuhr von Sojabohnen, Eisenerz und anderer Primärprodukteseit Jahren erfolgreich nach China. Mit weiteren Waren wie Stahl kann Brasilien darüber hinaus den Bedarf des "hungrigen asiatischen Riesen" zusätzlich decken. 1993 etablierte China mit Brasilien als erstem Land weltweit strategische Beziehungen, dessen erfolgreichstes Vorzeigeprojekt das im Hochtechnologiebereich angesiedelte China-Brazil Earth Resources Satellites-Projekt (CBERS) ist, in dem eine Kooperation in der Entwicklung, Konstruktion und Entsendung von Satelliten zur Erforschung und Beobachtung natürlicher Ressourcen erfolgt. Der chinesische Präsident Hu Jintao unterzeichnete auf seiner Lateinamerika-Reise 2004 knapp 100 Vereinbarungen mit südamerikanischen Partnern. Auf Brasilien, wo er am längsten verweilte, folgten Argentinien und Chile. Die drei Länder zählen neben Mexiko und Panama zu den fünf wichtigsten Handelspartnern Chinas in der Region. Argentinien exportiert nach China hauptsächlich Soja – rund 30 Prozent der chinesischen Soja-Importe stammen aus argentinischen Lieferungen. Nach NAhrugnsmitteln folgen Stahlprodukte, Leder und Rohbaumwolle. Chile ist gemessen am Handelsvolumen (5,4 Mrd. US$, 2004) der drittwichtigste Handelspartner Chinas auf dem Subkontinent. Auch Chile führt hauptsächlich Primärprodukte aus – Kupfer, Salpeter, Papier, Fischmehl und Holz sowie Obst und Wein. Die Schwellenländer verfügen über immer mehr Devisenreserven - und investieren damit kräftig in Infrastruktur und Technik. Damit wird auch den Maschinen- und Anlagenbauern in den etablierten Industriestaaten - etwa den Kraftwerkausrüstern - eine entsprechende Nachfrage beschert. Mit zunehmend wohlhabenderer Mittelschicht wächst zudem die Nachfrage nach Konsum- und Luxusartikeln. Die Kraftfahrzeugindustrie in den Schwellländern ist dafür ein beredetes Beispiel. Diese Wirtschaftsentwicklung geht einher mit einer politischen Umorientierung auf dem Kontinent. Dikatatoren wie Pinochet und Militärregimes sind verschwunden. Die Demokratie hält Einzug- und bringt interessante Politiker an die Macht. Hugo Chávez aus Venezuela lässt keine Gelegenheit aus, den etablieren Westmächten im Allgemeinen und den USA im Besonderen zumindest verbal eins auszuwischen. In Paraguay hat der Armen-Bischof Fernando Lugo gegen den Protest des Vatikan die Wahlen gewonnen, und auch der frühere Koka-Bauer und Sozialistenführer Evo Morals reiht sich in die Gruppierung dieser "Paradiesvögel" ein. Lediglich Kolumbien und Mexiko werden noch von konservativen Staatschefs geführt. Die Sozialisten versprechen eines: eine Partizipation der Ärmsten am Reichtum, der durch die hohen Rohstoffpreise in die Länder Lateinamerikas gespült wird. Begünstigt durch die weltweit rasant steigende Nachfrage nach den Produkten des Kontinents können sich die Regierungen leisten, umfangfreiche Sozialprogramme aufzulegen. Die Schwäche der US-Wirtschaft begünstigt zudem die steigende Einflussnahme linker Gruppierungen. Konservative Regierungen: Linke Achse: Caracas-Brasilien-Buenos Aires: |
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| Letztes Update ( Dienstag, 02 September 2008 ) | ||||||