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Arktis - das "Mittelmeer" des nächsten Jahrhunderts - Einführung |
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Geschrieben von Erich Sczepanski
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Seite 3 von 3 Aufrüstung im Norden: Bisher haben lediglich die USA und Russland - noch aus den Zeiten des Kalten Krieges - die Arktis militärisch genutzt. Atom-U-Boote und Aufklärungsflugzeuge sowie strategische Bomber haben über das Nordpolarmeer die Entfernung zum potentiellen Gegner verkürzt. Russland verfügt in Murmansk über einen großen Flottenstützpunkt und wil in Archangelsk - südlich der Barentsee - einen weiteren großen Tiefwasserhafen ausbauen: der ideale Endpunkt der Nordost-Passage. Russland verfügt derzeit (Stand Juni 2007) über 18 einsatzbereite Eisbrecher. Die russischen atomgetriebenen Eisbrecher haben schon in den Zeiten der Sowjetunion die Nordostpassage befahren. Und die russische Armee muss - so Generalleutnant Wladimir Schamanow, Chef der Hauptverwaltung für Kampfausbildung der Streitkräfte Russlands - zu Kampfoperationen in der Arktis bereit sein (Quelle). Kanada - das den eisigen Norden bislang seinem großen Nachbarn (wenn auch argwöhnisch beobachtet) überlassen hat, will seine Besitzrechte durch eine verstärkte militärische Präsenz entlang der Nordwest-Passage ausbauen. In der Resolute-Bai (Provinz Nunavut) wird ein arktischen Stützpunkt und Trainingszentrum für 5000 Soldaten (anstatt der bisher dort stationierten 900 "Canadian Rangers") aufgebaut.
Der Tiefseehafen einer ehemaligen Mine in Nanisivik (Baffin-Insel) am Osteingang der Nordwest-Passage wird zu einem Marinestützpunkt mit einer Tankstation für Schiffe ausgebaut.
Mit der „Operation Nanook 07“ demonstriert Kanada zudem die Einsatzbereitschaft seiner Luft- und Marinestreitkräfte im Norden des fast menschenleeren Landes. Dazu sollen für rund 5 Mrd. Euro 8 Eisbrecher angeschafft werden, auch, um der Marine eine dauerhafte Präsenz zu ermöglichen. Die USA verfügen im grönländisch-dänischen Thule bereits seit dem "Kalten Krieg" über einen großen Stützpunkt. Die US-Küstenwache hat den Bau von acht neuen Eisbrechern in Auftrag gegeben (Stand Juni 2007).
Diskutieren Sie mit (www.defence-forum.net): Streit um die Arktis
"Arktischer Rat": Am 1. Oktober 1996 wurde der "Arktische Rat" gegründet, der alle Erschießungsvorhaben im Bereich der Bodenschätze, Fischfang und Jagd koordinieren soll.
Neben den Mitgliedsländern - Dänemark. Finnland, Island, Kanada, Norwegen, Russland, Schweden und den USA haben drei "Ureinwohnerorganisationen" (die Polarvölker werden hauptsächlich von den europäischen Sami (Lappen), den sibirischen Jakuten - einem türkisch sprachigen Volk - und den sibirisch-nordamerikanisch-grönländischen Inuit (Eskimo) gebildet - ein Mitspracherecht.
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Letztes Update ( Samstag, 20 September 2008 )
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