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China Volksrepublik - Einführung E-Mail
Geschrieben von Erich Sczepanski   
Artikel Inhalt
Einführung
Innen-/Aussenpolitik
Wirtschaft
 - Blitzlichter Macao, Hongkong, südl. Küstenprovinzen
 - Blitzlichter Shanghai
 - Blitzlichter nächste Boomregionen
 - Blitzlichter Randprovinzen
 - Wirtschaft aus eigener Kraft
 - Energieprobleme - Umweltverschmutzung, gesellschaftlicher Wandel
 - Energieprobleme Fortsetzung
 - Einzelne Industriezweige
 - Ausblick
 - Streitkräfte
 - Armee / Luftwaffe
 - Marine
 - Waffensysteme der Marine
China









Armee / Luftwaffe






Strategische Streitkräfte:
Seit Jahrzehnten baut China eine kleine atomare strategische Streitkraft auf.
China besitzt seit langer Zeit zahlreiche Trägersysteme mit Reichweiten von 600 bis zu 13.000 Kilometer, die aber alle auf feststehenden Abschussrampen montiert und damit leicht aufspürbar und – vor allem – gegen einen Erstschlag leicht verletzbar sind.
Im Juni 1998 konnte Chinas erste mobile Interkontinental-Rakete mit einer Reichweite von 8.000 bis zu 12.000 Kilometer („Ostwind 31“) erfolgreich erprobt werden. Die Rakete trägt einen Sprengkopf von einer Sprengkraft bis zu 300 Kilotonnen TNT. Eine Serienproduktion der Rakete war ab 1998 vorgesehen.
Die Rakete kann auch von U-Booten gestartet werden.
Ein Nachfolgemodell könnte auch Mehrfachsprengköpfe der im Mai 1998 getesteten „kleinen Bomben“ (100 Kilotonnen TNT) aufnehmen.

Interner Link:
Asien - Chinas First-Generation Nuklearsprengköpfe
Chinas ballistische Mittelstreckenrakete DF-25

 

Bei dieser Kapazität verwundert es nicht, dass China an einem eigenen chinesischen Weltraumprogramm arbeiten kann. 

Interner Link:
Das chinesische Weltraumprogramm

Armee:
Die Armee (über 2 Mio. Angehörige) ist noch mit weitgehend veraltetem Material aus der ehemaligen Sowjetunion ausgestattet. Allerdings erhält die Truppe seit Mitte der 80er Jahre insgesamt 18 Elitedivisionen für schnelle und mobile Kriegführung auch außerhalb der eigenen Grenzen. Diese „Quan-tou“ (Faust-Einheiten) umfassen ca. 400.000 Mann.
Neben der Marineinfanterie gibt es 3 Heeresdivisionen, die ebenfalls für amphibische Operationen ausgerüstet sind und über mindestens 1200 leichte amphibische Kampfpanzer vom Typ T-63 sowie weiteres Material verfügen.

Die Armee wird inzwischen zunehmend modernisiert und erhält Luftunterstützung von neu entwickelten Systemen. So sollen ab 2007/2008 moderne Kampfhubschrauber "WZ-10" zulaufen.

Interner Link:
Asien - Chinas neuer Kampfhubschrauber WZ-10

China bedient sich dabei einer "klassichen Methode". Über die Montage wird schrittweise die Lizenzfertigung angestrebt, aus der dann eigene Entwicklungen abgeleitet werden. So hat China mit der Montage der russischen Hubschrauber Mi-8/17 (Hip) durch die Sichuan Lantian Helicopter Co. LTD. in Chengdu Mi-17 begonnen. Beginnend mit 20 aus russischen Bauteilen zusammen montierten Hubschraubern soll die Fertigungskapazität später jährlich bis zu 80 Exemplare der Typen Mi-171, Mi-17V5, und Mi-17V7 umfassen. China baut den Z-8 (eine Lizenz des SA 321Ja Super Frelon) und hat aus der Lizenzproduktion des Eurocopter AS 365N Dauphin II unter der Bezeichnung "Z-9" eine ganze Reihe von Varianten entwickelt, die u.a. für die PLAN (ASW) oder auch für die Armee, z.B. als Kampfhubschrauber eingesetzt werden. 

Luftwaffe:
Das Gros der Kampfflugzeuge für Abfangjagd und Erdkampf besteht aus chinesischen Xian F/J-7/M (MiG 21) Maschinen, die immer wieder modernisiert und verbessert wurden.

Interner Link:
Chinas Standardjäger - die J 7 (MiG 21) 

Ältere Modelle wie die Shenyang F/J-6 (MiG 19) werden zunehmend ausgemustert und durch modernes Material wie den chinesisch-pakistanischen Jagdbomber FC-1 oder den (zunächst für die Marine entwickelten)  Marinejagdbomber JH-7 ersetzt.

Der neueste chinesische Jäger – die J-10 – weist große Ähnlichkeiten mit der israelischen Lavi, dem Eurofighter oder der schwedischen J-39 Gripen auf, ohne dass es bisher Belege für vermutete technische Zusammenarbeit mit deren Herstellen gibt. Als sicher kann allerdings gelten, dass Probleme mit der für ein instabiles Flugzeug nötigen Fly-by-wire-Steuerung und in der Triebwerksherstellung durch russische Ingenieure (AK-32 Triebwerk) behoben wurden. J-10


Interner Link:
Chinas neuester Superjäger - die J-10

 

 

 

J-10 / Quelle:Sinodefence

 

Dazu kommen modernste russische Flugzeuge, auch aus eigener Lizenz-Fertigung.
Seit 1992 bezieht China Kampfflugzeuge vom Typ Su-27 aus Russland. Bis 1997 waren bereits 48 Maschinen geliefert – offenbar mit sehr guten Ergebnissen, denn im April d.J. wurden weitere 72 Exemplare geordert, und inzwischen wird die Su 27 als J 11 in Shenyang in Lizenz produziert.

Interner Link: Chinas Einstieg in den Bau moderner Kampfflugzeuge - die J-11

Ein weiteres Arbeitsfeld sind die Spezialflugzeuge zur Unterstützung der Luftflotte. Bei der Luftbetankung, aber auch im Bereich der Luftaufklärung hat China - bis hin zu AWACS - inzwischen (2006) einen Stand erreicht, der auch den modernen Anforderungen entspricht. So verfügt China über zumindest 4 verschiedene Flugzeuge zur elektronischen Kriegsführung.

Der Flugzeugtyp Y-8 ist Träger für drei verschiedene Ausstattungen, ein "Balance Beam" ähnlich dem schwedischen Ericsson PS-890 ERIEYE, das möglicherweise über Pakistan den Weg nach China gefunden hat, ein AEW-System mit rotierendem Radarträger ("AWACS") als Frühwarnflugzeug sowie Flugzeuge zur elektronischen Gefechtsführung incl. der Gefechtsfeldaufklärung in verschiedener Ausstattung. Ein weiteres AWACS-ähnliches System zur Luftüberwachung ist auf zumindest drei verschiedenen Flugzeugen des Typs KJ 2000 (auf Basis der Il-76) montiert worden.

Externer Link: Special Mission Aircraft - (www.sinodefence.com)

Die florierende chinesische Luftfahrtindustrie hat sich bisher ausschließlich auf den militärischen Bedarf gerichtet. Inzwischen bemüht sich China auch um know how, um den stetig steigenden Bedarf an zivilen Passagierflugzeugen durch Eigenproduktionen decken zu können.
So hat sich China im Jahr 2006 die Möglichkeit gesichert, den Airbus A 320 in Tianjin fertigen zu können.
Darüber hinaus wird seit 2002 zunächst an der Entwicklung eines Turboprop-Flugzeuges mit der Bezeichnung ARJ 21 gearbeitet, mit dem 70 bis 110 Pasagiere im Regionalverkehr mit einer Reichweite von 3.600 km befördert werden können. Die China Aviatin Industry Corporation I (AVIC I) in Peking möchte dieses Flugzeug innerhalb von 7 Jahren zur Serienproduktion bringen. Da Chinas Flugverkehr in wenigen Jahren einen gigantischen Aufschwung genommen hat wird alleine für China mit einem Bedarf von rund 600 Flugzeugen innerhalb von 20 Jahren gerechnet. Auf dem weltweiten Markt - der auf mindestens 4.000 Flugzeuge eingeschätzt wird - wird China damit in Konkurrenz zu etablierten Herstellern wie Embraer (Brasilien) oder Bombardier treten.
Gleichzeitig hat China im September 2006 den Kauf von jeweils 50 Flugzeugen der Typen ERJ 145 und E 190 für insgesamt für 2,7 Mrd. $ von Embraer bekannt gegeben - wobei die ERJ 145 in einem brasilianisch-chinesischen Joint Venture der Harbin Embraer Aircraft Industry ab 2007 montiert werden sollen. Die chinesischen Pläne sind mehr als ehrgeizig: "In den nächsten fünf Jahren werden wir 71 Ausbauten von Flughäfen beginnen, 11 Flughäfen verlegen und 49 Flughäfen neu bauen", so Zhang Haidong vom Hauptamt für zivile Luftfahrt auf der 5. Weltkonferenz der Flughafenstädte in Hong Kong. "Zhang erwartet für die chinesische Flughafenindustrie zwischen 2006 und 2020 ein durchschnittliches Wachstum von 11 Prozent." (China.org.cn, Xinhua, 15. September 2006)





Letztes Update ( Samstag, 01 November 2008 )
 
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