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Kulturen im Konflikt
Islamische Kulturen
Ölemirate - Vereinigte Arabische Emirate (VAE) | Ölemirate - Vereinigte Arabische Emirate (VAE) - Einführung |
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| Geschrieben von Erich Sczepanski | |||||||||
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Weitere Informationen Interne Links Externe Links "Als das Öl versiegte, hat Dubai Milliarden investiert. Das Risiko hat sich gelohnt. Heute zieht das Emirat wie kaum eine Region Karrieristen, Kapital und Touristen aus aller Welt an." DUBAI: Noch vor wenigen Jahrzehnten war Dubai hauptsächlich die Heimat von Dhaus, den typischen arabischen Segelbooten im arabischen Golf und indischen Ozean. Handel und vor allem Perlentaucher - das waren die Haupterwerbsquellen der einheimischen Bevölkerung. Dann allerdings kam der Ölboom: 1967 gingen die ersten Förderanlagen in Betrieb, und seitdem spülen die Erdölpumpen zugleich auch eine immer mehr zunehmende Devisenflut in das ursprünglich 45.000 Einwohner zählende Land. 1985 trug die Förderung gut die Hälfte des BSP Dubais bei. Aber die Mittel sind begrenzt: bis zum Jahr 2015 sollen die Ölvorkommen erschöpft sein. Scheich Mohammed Bin Rashid Al Maktoum, der Führer der Herrscherfamilie, baut daher den Staat kräftig um. Dubai soll - nach dem Beispiel Singapurs - zur Drehscheibe für Handel und Finanzen werden - zumindest der Golfregion, zumindest im Nahen Osten. Der kleine Staat verzichtet auf direkte Steuern (aus Einkommen und Gewinnen) und kennt nur wenige Regulierungsvorhaben. Damit wird Dubai zu einem attraktivnn Investitionsstandort, der vor allem auf Investitionen im Bereich von Handel, Tourismus und Finanzdienstleistungen baut. Dieser Umbau scheint zu gelingen: im Jahr 2006 betrugen die Erdöleinnahmen nur noch knapp 6 % des Sozialprodukts - und schon heute (2005) erwirtschaftet das Emirat rund 2/3 seines BIP aus Handel und Dienstleistungen. Dabei ist Dubai nicht nur auf ausländische Investoren angewiesen, auch inländisches "Kapital" ist vorhanden. Nach dem "World Wealth Report 2005" von Merrill Lynch und Capgemini gibt es zwischenzeitlich über 50.000 Dollermillionäre im Lande. Die neuen Stadtteile sollen mit einer neuen U-Bahn verbunden werden, um die Verkehrsströme schnell und effizient zu lenken - und die Hersteller des deutschen "Transrapid" träumen von einer Magnetbahnlinie, die von Kuwait bis zu den Emiraten im Golf führt. Der Persische Golf ist der einzige Ort, von dem aus nahezu alle Teile der Welt - zumindest die bedeutenden Wirtschaftszentren - ohne Zwischenlandungen erreichen kann. Innerhalb eines Radius von 6.400 km (entsprechend 8 Flugstunden) lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung, 3,5 Mrd. Menschen. Obwohl das Emirat selbst nur etwa über 1 Mio. Einwohner hat können 210 Destinationen durch knapp 120 regelmäßig verkehrende Linien- und 30 Charterfluggesellschaften erreicht werden (Stand 2007). Von 7 Mio. Passagieren, die bis 1970 mit 9 Fluggesellschaften aus 20 Zielorten eingeflogen wurden, hat sich die jährliche Passagierzahl auf über 30 Mio. im Jahr 2006 mehr als vervierfacht - und der alte internationale Stadtflughafen wird 2008 seine Kapaziäten mehr als verdoppeln. Die eigene Fluggesellschaft Emirates soll dabei einen großen Teil des internationalen Passagierverkehrs übernehmen. Mit einem Jahresumsatz von gut 20 Mrd. Euro, anerkannten Luxus bei der Gästebetreuung und dem spartanischen Verwaltungsapparat eines Billigfliegers konnte sich die Airline von der Gründung 1985 binnen 20 Jahren zur weltweit an 19. Stelle liegenden Branchengröße entwickeln - und dabei eine Nettorendite (2005) von 12 % erwirtschaften. Weitere Ausbaupläne - bis 2016 sind Wachstumsraten von jährlich 20 % vorgesehen - bescheren auch den Flugzeugbauern um Airbus und Boeing gute Erträge. Bis Ende 2007 hat Emirates knapp 60 der neuen Großraumjets Airbus A 380 bestellt. Obwohl ein leistungskräftiger Flughafen zur Verfügung steht, soll ein neuer Hub (Dubai World Center Airport) in Jebel Ali mit der doppelten Kapazität auf 140 km² ("der größte Flughafen der Welt") und sechs Start- und Landebahnen (vier davon gleichzeitig nutzbar) entstehen - bis zu 150 Mio. Passagiere (vorwiegend Charter- und Billigflüge) und 12 Mio. t. Fracht werden ab 2008 jährlich in Dubais neuem Airport erwartet. Die erste Start- und Landebahn wurde im Dezember 2007 fertig gestellt, der erste Terminal soll 2008 in Betrieb gehen - nur 40 km vom jetzigen Hub entfernt. Und bis 2018 wird um den Flughafen eine neue "Airport City" entstehen. Dabei bietet eigentlich schon der jetzige, 1959 mit nur einer 1800 m Start- und Landebahn eröffnete Flughafen (Dubai International Airport) mit seinen beiden Start- und Landebahnen alles, was das Herz reicher Konsumenten begehert. Die Passagier-Bereiche sind ein gigantisches Erlebniszentrum mit Einkaufszenter, mit einem Basar, der die üblichen "Duty free shops" in den Großflughäfn der Welt wie Frankfurt oder München nur als Kramerläden erscheinen lässt. Mit zwei zusätzlichen Terminals und einem Kostenaufwand von 4,5 Mrd. $ wird die Kapazität des jetzigen Stadtflughafens bis Ende 2007 auf jährlich 75 Mio. Passagiere ausgebaut, nachdem bereits im Jahr 2006 die Passagierzahl von 30 Mio. die rechnerische Kapazitätsgrenze von knapp 20 Mio. Passagieren um ein gutes Drittel übersteigt. Dubai International Airport arbeitet seit Jahren weit über seinen Kapazitätsgrenzen. Rund 64 Starts und Landungen sind derzeit (Stand 2007) stündlich möglich, und mit dem moderen Terminal Conocurse 2 und dem unterirdisch unter Vorfeld und Rollwegen bestehenden Terminal 3 - die im Mai 2008 in Betrieb gehen werden - kann auch die entsprechende Anzahl von Passagieren durch den Flughafen geschleust werden. Concourse 3 soll im Jahr 2010 folgen - mit 20 Flugsteigen, wovon alleine 18 für den Airbus A 380 ausgelegt werden müssen. Dann soll auch ein weiteres 300 Zimmer Hotel seinen Betrieb aufnehmen. Einkaufs-Mals - z.T. mit mehreren hundert Läden, Lokalen und Kiosken - warben im Sommer 2006 zusätzlich um zahlungskräftige Käufer. Und noch mehr Projekte sind in Planung.
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| Letztes Update ( Samstag, 18 Oktober 2008 ) | |||||||||