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der "fruchtbare Halbmond" - Libanon - Einführung |
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Geschrieben von Erich Sczepanski
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Die Maroniten sind eine christliche Kirche , die sich im Jahr 681 von der Ostkirche abspalteten, nach dem Heiligen Maron (Marun, lat. Marco, syrisch Muran) benannten, einem syrischen Mönch, der um die Wende des fünften Jahrhunderts lebte und unter dessen geistlicher Führung sie sich bereits vor der Entstehung des Islam im Tal des Nahr al Asi im heutigen Syrien aufhielten. Sie unterstellten sich unter dem Einfluss der Kreuzritter 1182 dem römischen Papst und gelten seit 1445 offiziell als mit "Rom unierte Ostkirche". Der Patriarch der Maronitischen Kirche muss nach seiner Wahl vom Papst bestätigt werden. Sie bilden das theologische Bindeglied zwischen der monophysitischen Kirche und der konstantinischen Reichskirche. Die meisten Maroniten leben auch heute noch im Libanon. Ihre Kirchensprache ist arabisch. 1860 fielen tausende Maroniten einem Massaker zum Opfer. Daraufhin besetzte Frankreich das Gebiet. Das führte 1944 zur Gründung des unabhängigen Staates Libanon, in dem stets ein Maronit Präsident sein sollte. Die Maroniten haben als stärkste christliche Gruppe (25 % der Bevölkerung) im Libanon entscheidenden Einfluß auf die Politik des Landes - und sind vielfach über ihre Glaubensbrüder in Israel zu lokalen Kooperation mit Israel gekommen. Israels Streitkräfte stellten sich während des Bürgerkrieges im Libanon (1975-1982) auf die Seite der Maroniten, die von den Palästinensern blutig verfolgt wurden. Nach Kriegsende kam es zwischen Israel und den südlibanesischen Maroniten zu einem Verteidigungspakt.
Die Drusen sollen aus der Vermischung von christlichen Kreuzrittern und einheimischen arabischen Frauen und Mädchen hervorgegangen sein. Nach der Vertreibung der Kreuzritter hätten deren Familien in den Bergen des Libanon eigene befestigte Wehrdörfer angelegt. Sie lebten meist mit den christlichen Maroniten friedlich zusammen, vermischten sich jedoch nicht mit der christlichen Bevölkerung. Im Libanon erlebt diese Religionsgemeinschaft ihre größte Machtentfaltung. Das Gebirge des Chouf und des Metn sind seit dem elften Jahrhundert das traditionelle Siedlungsgebiet der Drusen im Libanon. Das jahrhundertlange freundschaftliche und kooperative Verhältnis zwischen Drusen und Maroniten im Libanon schlug während des Bürgerkrieges in einen unversöhnlichen Streit um. Der Grund liegt in der Mitte des vorherigen Jahrhunderts, als Drusenkrieger im Dienst der Hohen Pforte (Istanbul) die Maroniten im Libanon und in Syrien angriffen. Es kam zu Massakern, in deren Verlauf ganze Dörfer bis auf die Grundmauern zerstört wurden. Die Drusen des Libanon setzten sich (vor allem in der Progressiven Sozialistischen Partei), wie andere ehemalige Bürgerkriegsparteien auch, für eine Veränderung oder Abschaffung des im Nationalpakt niedergelegten politisch religiösen Proporz ein. Man nimmt an, dass etwa 400 000 Drusen im Libanon leben. Die Drusen fühlen sich auch heute noch benachteiligt; sie fordern die gleichen Rechte im Staat wie die christlichen oder muslimischen Gruppierungen. Es kommt regelmäßig zu Treffen der Notabeln der Drusengemeinde im Libanon unter dem Vorsitz von Scheich Akl, dem geistigen Führer dieser Gemeinde. Innerhalb dieser Versammlungen werden Fragen der Drusengemeinde im Libanon besprochen. Drusen leben auch in Israel, wo sie sich mit dem israelischen Staat arrangiert haben. Sogar in den Reihen des israelischen Militärs kämpfen Drusen in Eliteeinheiten. Seit dem Abzug der Syrer (2005) versucht eine Koalition libanesischer Kräfte unter Beteiligung der Drusen (Walid Dschumblad) die schiitische Hisbollah im Libanon zu integrieren und zugleich, die Fremdeinflüsse auf die Hisbollah zu reduzieren - eine "Libaniserung" der Hisbollah soll diese zum integralen Bestandteil eines friedlichen Libanon machen.
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Letztes Update ( Montag, 25 August 2008 )
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