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Geschrieben von Erich Sczepanski
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Innere Konflikte:
Die wichtigste Einnahmequelle, der
Tourismus u.a. durch Inder, versiegte durch die anhaltenden
bürgerkriegsähnlichen Kämpfe im Land. Nicht zuletzt strich die
Fluggesellschaft Air India alle Flüge nach Nepal wegen der Entführung eines
Flugzeuges mit 154 Gästen an Bord im Dezember 1999 auf dem Flughafen in
Katmandu durch 5 islamische anti-indische Kaschmir-Rebellen. Diese entführten
das Passagierflugzeug nach Kandahar in Afghanistan und erpressten erfolgreich
die Freilassung von 3 prominenten Führer der Kaschmir-Sepratisten. Der
amtierende nepalesische Ministerpräsident Krishna Prasad Bhattarai mußte
deshalb 3 Monate später zurücktreten.
Durch die Ermordung der
Königsfamilie im Juni 2001, darunter auch König Birendra Sháh, durch den
Kronprinz Diprendra (im Alkhohl- und Drogenrausch) fiel das Land in tiefer
Trauer. Durch die Ermordung des beleibten Monarchen kam es im Land zu schweren
Unruhen. Die innere Sicherheit wurde mit Ausgangssperre und Schießbefehl der
Sicherheitskräfte wieder hergestellt. Der
neue König Gyanendra Bir Bikram Sháh, ein Bruder des ermordeten Königs
Birendra, gilt als wenig beliebt im Land. Sein Kronprinz Prada ebenfalls, der
als gewalttätig und für den Tod mehrer Menschen verantwortlich sein soll.
Beide hielten sich während des Massakers am Königshof nicht auf. Die innere
Stabilität des Landes und der Monarchie ist noch nicht wieder hergestellt.
Hinzu kommt der Konflikt mit der
maoistischen Untergrundorganisation CPN-M (Communist Party of Nepal-Maoist), die
seit 1996 schwere Kämpfe mit der nepalesischen Armee führt. Ein erstes
offizielles Treffen mit der CPN-M im Oktober 2000 scheiterte. An den bis heute
anhaltenden Kämpfen starben über 1.700 Menschen auf beiden Seiten.
Als Hochburgen der CPN-M, teilweise
mit anderen kommunistischen Gruppierungen, gelten die westlichen Bezirke Rolpa,
Rakum, Jajarkot und Salyan. Teilweise konnte die CPN-M den Kampf bis in die
Hauptstadt Katmandu tragen. Gelegen kamen den maoistischen Kämpfern auch die
Generalstreiks im Dezember 2000, April 2001 und Juli 2001, die das öffentliche
Leben in den Städten lahmlegten, und von der marxistisch-leninistischen Partei CPN-UML (zweitstärkste Partei im Land - 32 %) organisiert wurden.
Die nepalesische Regierung
verschärfte dafür die Gesetze zur inneren Sicherheit und baute eine 15.000
Mann starke paramilitärische Sonderpolizei (bewaffnete Polizeikräfte) auf.
Erstmals griffen im Juli 2001 Truppen der RNA Royal Nepal Army ein und töteten
160 Rebellen. Menschenrechtsverletzungen sind in Nepal bis heute an der
Tagesordnung.
Der nepalesische Geheimdienst NIID
Nepal's National Investigation Department arbeitet im Bereich
Terrorismusbekämpfung seit 2002 mit der US-Bundespolizei FBI zusammen.
In Nepal leben außerdem noch
110.000 Bhutaner nepalesischer Herkunft , die in 7 Flüchtlingscamps der
UN-Organisation UNHCR leben und bis heute nicht nach Bhutan zurückkehren
dürfen.
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Letztes Update ( Freitag, 25 Juli 2008 )
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