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Kulturen im Konflikt
Buddhist. Kulturen
Birma Burma Myanmar | Birma Burma Myanmar - Einführung |
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| Geschrieben von Erich Sczepanski | ||||||||||||||||||||||
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Die wichtigsten Informationen im Überblick:
Birma – Burma – Myanmar (seit 1989) Birma liegt als erstes Land „hinter Indien“ – durch breite Gebirgsketten im Westen von Indien und Bengalen, im Norden von China und im Osten von Laos und Thailand getrennt. Die Gebirgsketten begünstigen die Eigenständigkeit der in den Grenzgebieten lebenden Minderheiten (Bergvölker) wie der Shan (8,5 % der Gesamtbevölkerung) und Karen (6,2 %) an der Grenze zu Thailand. Birma ist ein Vielvölkerstaat mit über 130 Völkern und Sprachen, die zumeist 7 großen Volksgruppen angehören. Etwa 90 % der Bevölkerung sind Buddhisten. Etwa 70 % der Bevölkerung gehören dem Staatsvolk der Birmanen an, das vor allem im zentralen Einzugsbereich des bis Bhamo weit ins Hinterland schiffbaren Irawadi, des großen, in den Indischen Ozean (Andamanisches Meer) mündenden Flusses lebt. 1988 kam es zu erneuten Aufständen, die vor allem von Studenten getragen wurden und alleine in Rangun über 3.000 Todesopfer unter Demonstranten und Aufständischen forderten. Seinerzeit hatte der abergläubische Juntachef Ne Win neue Banknoten eingeführt, die durch seine "Glückszahl 9" teilbar sein sollten. Die umlaufenden Noten mit anderen Werten wurden für ungültig erklärt, worauf viele Menschen ihre Ersparnisse verloren. Die darauf folgenden Unruhen wurden brutal niedergeschlagen. Allerdings ging eine Studentenführerin - Daw Aung San Suu Kyi, die Tochter des Staatsgründers, die zu ihrem Engagement regelrecht gedrängt worden war - als unumstrittene Oppositionsführerin aus den Unruhen hervor. Bei den Parlamentswahlen im Mai 1990, den ersten freien Wahlen seit 30 Jahren, errang die Oppositionspartei National League for Democracy mit der populären Kandidatin Daw Aung San Suu Kyi, die seit Juli 1989 ohne Verbindung zur Außenwelt unter Hausarrest stand, einen überwältigenden Wahlsieg, aber der so genannte State Law and Order Restoration Council (SLORC) – die Militärregierung - erlaubte der Volksversammlung nicht, zusammenzutreten. Nach vorübergehender Lockerung dieses Hausarrestes ist Suu Kyi inzwischen erneut von der Bevölkerung isoliert. Im September 2007 erschütterten erneut Massenproteste - diesmal angeführt von den buddhistischen Mönchen - das Land, denen sich - wie 1988 - Studenten anschlossen. Ursachen waren auch hier massive Wirtschaftsprobleme, so die inflationäre Preiserhöhung für Grundnahrungsmittel und Benzin. Dass auch die von Almosen lebenden Mönche immer öfter mit leeren Reisschalen in die Klöster zurück gekehrt sind war letztendlich der Auslöser für diese Hungerrevolte. Die buddhistischen Mönche - traditionell eher Mittler zwischen Staatsführung und Volk - stellten sich auf die Seite der Bevölkerung. Nach anfänglichem Zögern griffen die Militärs zu den "bewährten Mitteln" der Diktatoren weltweit. Die Demonstrationen wurden mit Gewalt und Hunderten von Todesopfern aufgelöst. Amerikanische Diplomaten berichten, dass ettliche der Klöster von Rangun inzwischen verlassen und von Militärs besetzt sind. Regimegegner werden Nachts aus den Betten geholt und verschwinden - wie seinerzeit in Argentinien- zu Tausenden in Gefängnissen, Internierungslagern - oder auf unwiderbringliche Weise. Alleine in Rangun sollen sich drei große Gefangenenlager befinden. Dazu finden sich immer wieder Fotos von Leichen in roten Roben im Internet, die in Flüßen, Abwasserkanälen oder an anderen Orten gefunden werden. Autonome Stammesgebiete: Anders geht es den Karen im Grenzgebiet zu Thailand. Fast das ganze Volk soll auf der Flucht sein - die Dörfer der Karen werden durch das burmesische Militär niedergebrannt, die Ernten vernichtet.
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| Letztes Update ( Freitag, 25 Juli 2008 ) | ||||||||||||||||||||||