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Bantu-Afrika: Südafrika (South Africa) - Einführung E-Mail
Geschrieben von Erich Sczepanski   
Artikel Inhalt
Einführung
Wirtschaft
Rüstungsindustrie und Streitkräfte

 

Informationen auf weiteren Seiten:


 
Die wichtigsten Informationen im Überblick:
Regierungsform (Government Type):Republik (Republic)

Karte Südafrika Map South Africa

zum Vergrößern anklicken (jpg-Datei, 242 kB)

Hauptstadt (Capital):Pretoria; Regierung: Cape Town (Kapstadt)
Einwohner (Population):45,584 Mio.
Fläche (qkm) (Area (sq.km):1.219.080
Wehretat (Defence Budget):2 Mrd. US-$ (2001)
BSP/Einwohner (GNP/Capita):3.630 US-$
Daten außer Wehretat dem Fischer Weltalmanach 2005 entnommen

 

Das Land liegt am südlichsten Rand des afrikanischen Kontinents und hat eine Küstenlinie, die sich über mehr als 2.500 km ausdehnt und am atlantischen wie auch am indischen Ozen liegt. Südafrika ist wohl der am weitesten entwickelte Staat auf dem afrikanischen Kontinent. Apartheid und eigene Waffenproduktion - zwei Schlagworte, die einen Teil der Wahrheit umfassen. Bis zum Jahr 1991 teilte die südafrikanische Verfassung die Bevölkerung in vier großen Klassen: Schwarze (Afrikaner, ca. 79 %), Weiße (10 %), Farbige (9 %) und Asiaten, vor allem Inder (3%) und mehre Hundertausend Chinesen. Südafrika hat seit dem Ende der Apartheid elf offizielle Landessprachen: Englisch, Afrikaans, isiZulu, Siswati, isiNdebele, Sesotho, Nördliches Sotho, Xitsonga, Setswana, Tshivenda und isiXhosa. Der friedliche Wandel in Südafrika und die Hinwendung der Bevölkerung zu einer Politik der Versöhnung ist eine historisch herausragende Leistung der "Regenbogen"-Nation, wie sich Südafrika seit dem Ende der Rassentrennung nennt.

Geschichte:
Als am 6. April 1652, als der Niederländer Jan van Riebeeck im Auftrag der Niederländischen Ostindien-Kompanie (niederl: Vereenigde Oostindische Compagnie, VOC) am Kap der Guten Hoffnung eine Versorgungsstation errichtete begann die "moderne Geschichte" des bereits vorher von Afrikanern des Khoisan-Sprachen und Bantu besiedelten Landes. Die Holländer besiedelten die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen um den Stützpunkt.  

Im Jahre 1797 besetzten britische Truppen vor dem Hintergrund, dass dieser strategisch wichtige Standort nicht den Franzosen unter Napoleon in die Hände fallen sollte, das Land. Im Jahre 1806 erfolgte die endgültige Besetzung des Gebietes und die Errichtung einer britischen Kolonie, die in ständigen Kämpfen mit den Xhosa immer weiter ausgedehnt wurde. Hauptgrundlage für die wirtschaftliche Betätigung der Landbesitzer war die Sklaverei. Als im Jahr 1833 das Britische Parlament die Abschaffung der Sklaverei in ihrem weltweiten Einflussgebiet verfügte, entzog dies vielen Buren die Existenzgrundlage. Um sich dem Einflussbereich des britischen Rechts zu entziehen und die Sklavenhaltung fortführen zu können, wanderten rund 14.000 Buren in die Gebiete nördlich des Oranje-Flusses aus (1835-1841).

In zwei "Burenkriegen" (1880-1881 und 1899-1902) gelang es den Briten, die praktisch selbständige Burenrepublik zu besiegen und der britischen Kolonie einzuverleiben. Die großzügigen Friedensbedingungen der Briten wurden zur Grundlage der Apartheidspolitik (Rassentrennung) Südafrikas, die zu immer größeren Unruhen und letztendlich zu einem UN-Embargo führten.

Erst im Jahr 1990, nach einem langen Zeitraum des Widerstands mit Streiks, Protestmärschen, Sabotage und auch Terrorangriffen verschiedener Anti-Apartheid-Bewegungen - die bekannteste ist der African National Congress (ANC) - ging die Regierung der National Party einen ersten Schritt in Richtung ihrer eigenen Entmachtung, als sie das Verbot des ANC und anderer politischer Organisationen aufhob und Nelson Mandela - einen der bekanntesten Widerstandskämpfer - nach 27 Jahren aus dem Gefängnis freiließ. Die Apartheid verschwand Schritt für Schritt aus der Verfassung und ermöglichte so die ersten für alle Bewohner freien Wahlen im Jahr 1994. Der ANC errang einen überwältigenden Wahlsieg, Nelson Mandela wurde zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes gewählt.





Letztes Update ( Donnerstag, 03 Juli 2008 )
 
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