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Nigeria - Einführung E-Mail
Geschrieben von Erich Sczepanski   
Artikel Inhalt
Einführung
Afrikanische Königreiche im Süden
Geschichte
Wirtschaft
Streitkräfte

Flagge Nigeria

 

Informationen auf weiteren Seiten:

Die wichtigsten Informationen im Überblick:
Regierungsform (Government Type):Präsidiale Republik (Presidential Republic)

Karte Nigria Map

Hauptstadt (Capital):Abuja
Einwohner (Population):139,823 Mio.
Fläche (qkm) (Area sq.km):923.768
Wehretat (Defence Budget):519 Mio. US-$ (2003)
BSP/Einwohner (GNP/Capita):390 US-$
zum Vergrößern anklicken (jpg-Datei, 270 kB)
Daten außer Wehretat dem Fischer Weltalmanach 2005 entnommen

Daten und Fakten der Bundesrepublik Nigeria

Hauptstadt: Lagos

Fläche: 923.800 km²

Einwohner: 126,9 Millionen (Weltbank)
Bevölkerungswachstum: 2 % (Weltbank)

HIV / Aids: 5,8 % der Einwohner (UN-Aids)

Sprachen: Amtssprache: Englisch

Karte der Ethnien in Nigeria
Karte der Ethnien in Nigeria
Bild-Quelle: Wikipedia


Ethnische Gruppen: Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas mit über 250 ethnischen Gruppen, was sich auch an den gebräuchlichen Sprachen ersehen lässt.

Islamische Volksgruppen: Hausa (Norden - ca. 20 %) und Fulani (ca. 10 %) ,

Christliche Volksgruppen: Yoruba (Südwesten - 21 %), Igbo (Ibo, Südosten - 18 %),
Ijaw (10 %), Kanuri (4 %), Ibibo (3,5 %), Tiv (2,5 %)

Religion:
Muslime 50 % (vor allem östlich des Niger und nördlich des Benue, wo auch die Scharia eingeführt wurde),
Christen 40 %,
Davon: Katholiken: 16.853.000 (14,38 % - Quelle: Deutsche Bischofskonferenz)
einheimische (Natur-)Religionen: 10 %

Medien:
Lese- und Schreibfähigkeit: Männer: 67,3 %; Frauen 47,3 % (geschätzt aus 1993)
Auf 1000 Einwohner kommen 66 Fernseher, 3,8 Telefone, 6,1 PCs und 0,01 Internetzugänge. 25 Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von rund 2,7 Mio. Stück. Seit Mitte der 90er Jahre Telekommunikationsboom im Mobilfunkbereich mit stetig wachsender Zahl an Mobiltelefonen, drei Netzbetreiber, zunehmende Flächendeckung, Roamingverträge mit allen wichtigen europäischen Netzen (Wikipedia)
Einkommen: 260,- US-$ je Kopf (Weltbank) bis 300,- US-$ (Auswärtiges Amt)
(zum Vergleich: BSP Deutschland: 22.740,- $)

Wirtschaft:
Nigeria ist der sechstgrößte Ölexporteur der Welt. und verfügt über Erdölreserven von rund 31,5 Mrd. Barrel. Die Erdölreserven im Nigerdelta werden voraussichtlich erst im Jahr 2020 erschöpft sein. Das "Deep Water Offshore Gebiet" vor Westafrika ist eines der großen Hoffnungsgebiete
für eine Vermehrung der bekannten Erdölreserven.
Bei Erdgas verfügt Nigeria zur Zeit über bekannten Reserven von rund 3.600 Mrd. m3, die fast ausschließlich aus reinem Erdgas bestehen und die bei Fortsetzung des Trends der gegenwärtigen Gesamtproduktion, inklusive des Anteils, der abgefackelt wird, mehr als 100 Jahre reichen würden

Wirtschaftswachstum: 4 5 % (UNO)

Auslandsschulden: 34 Milliarden US-$

Quellen: wie angegeben oder CIA-Factbook 2002

Nigeria ist ein typisches Beispiel für die Entwicklung Afrikas, insbesondere des Sudan-Afrika, also den südlich der Sahara gelegenen afrikanischen Gebieten. Hunderte verschiedener Völker leben als Folge der kolonialen Grenzziehung - der Abgrenzung der Interessensspähren der Kolonialmächte ohne Rücksicht auf die Zusammengehörigkeit der indigenen Völker und Stümme - in den Grenzen des 80 Millionen-Staates zusammen.
Während die nördlichen Teile der Staaten im Einfluss der Herrscher Arabiens standen und den Islam annahmen gerieten die südlichen, am Meer gelegenen Gebiete in die Einflusszonen der europäischen Kolonialmächte. Im traditionellen Gegeneinander zu den Nomaden- und Händlern des Nordens nahmen die an der Küste lebenden Bauernvölker das Christentum an.
Unter Kolonialherrschaft "zwangsvereinigt" lebten die Stammesgegensätze nach dem Ende der Kolonialzeiten wieder auf. Stammesloyalitäten, Korrupte Herrscher und Wirtschaftsprobleme, die mit dem Verlust der an den Kolonialmächten orientieren traditionellen Absatzmärkte verbunden waren, bildeten zunehmend einen Zündstoff, der von Scharfmachern zur Emotionalisierung gegen die traditionellen Gegner genutzt wurde. Kaum etwas eignet sich mehr zur Emotionalisierung als religiöse Überzeugung, und so finden wir heute - an der Elfenbeinküsten genauso wie in Nigeria - eine zum Teil unterschwellige, zum Teil erbitterte Gegnerschaft zwischen christlichen und islamischen Stämmen.





Letztes Update ( Dienstag, 11 März 2008 )
 
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