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Bantu-Afrika: Dem. Rep. Kongo (Kinshasa) (Democratic Republic of the Congo) - Einführung E-Mail
Geschrieben von Erich Sczepanski   
Artikel Inhalt
Einführung
Bürgerkriege 1./2. Phase
3./4. Phase
5. Phase
6. Phase
Wirtschaft
Wirtschaftlicher Wiederaufbau
Flagge Dem. Rep. Kongo (Kinshasa)








Wirtschaftlicher Wiederaufbau:
In (inzwischen) seltener Einigkeit möchten die USA und die EU den Kongo "unter Kurratel" nehmen. Die vom Westenbereit gestellten Mittel zum Wiederaufbau sollen durch die neu gewählte Regierung nur mit Zustimmmung aus Washington und Brüssel vergeben werden. Ein "afrikanischer Rat der Weisen" - gebildet aus renommierten Staatspräsidenten des Kontinents - soll dabei beratende Funktion einnehmen.

Mit Hilfe der Weltbank, und unterstützt von der internationalen Mining Consultants Group (EU) sowie Duncan & Allen und Ernst & Young (USA) will der staatliche Minenkonzern Gécamines bereits jetzt die in den Wirren des jahrzehntlangen Bürgerkriegs verkommenen Abbauanlagen wieder in Schuss bringen.

Dazu sind neue Minen geplant und in der Erschließung:

Im "Tenke-Fungrume-Kobalt-Kupfer-Projekt" hat die US-Amerikanische Minenkonzern Phelps-Dodge (über 57 % Beteiligung) mit der kanadischen Tenke Mining Corporation (knapp 25 % Beteiligung) bis Mitte 2007 insgesamt 650 Mio. Dollar für die Erschließung von vier Minen in einem Konzessionsgebiet von 1.600 qkm zwischen Lubumbashi und Kolwezi investiert. Mehrere Tausend Kongolesen aus den beiden Städten sollen in der Mine Arbeit finden. Fast 1,5 Mio. Tonnen Kobalt und 20  Millionen Tonnen Kupfer mit einem potentiellen Marktpreis von 90 Mrd. $ sollen dort lagern und ab Ende 2008 gefördert werden. Bereits im ersten vollständigen Förderjahr werden Erträge von 115.000 Tonnen Kupfer und 8.000 Tonnen Kobald erwartet. Der jährlich Kupferausstoß soll auf 400.000 Tonnen steigern - und mit dieser Förderung soll bis zu 11 % des Weltmarktes abgedeckt werden. "Stiller Teilhaber" ist Gécarmines, das mit über 17 % an der gemeinsamen Minengesellschaft beteiligt ist, und nicht selbst investiert, sondern schon vor der ersten Förderung zwischen 15 und 50 Millionen Dollar als "Gebühren" von den beiden anderen Konzernen kassiert haben soll. Von den künftigen Gewinnen sollen 31 % als Abgaben an die kongolesische Regierung und 9 % an den Staatskonzern laufen.
Die kanadische "First Quantum" Minengesellschaft wird demnächst in ihrem Konzessionsgebiet im Südosten Katangas an der Grenze zu Sambia eine zweite Mine in Betrieb nehmen, nach Investition von rund 230 Mio. Dollar. Mit der ersten Mine, der Lonshi-Mine, wird Erz mit einem Kupferanteil von 10 % gefördert - zehnmal so viel wie in der weltgrößten Kupfermine in Chile.  In Kolwezi - im Grenzgebiet zu Angola und Sambia - wird von dem Konzern mit weiteren 250 Mio. Dollar eine Kupfer-Kobat-Mine erschlossen.  

Aber auch andere interessieren sich für den Wiederaufbau - China hat bereits bisher von den "schwarz abgebauten" Bodenschätzen profitiert und diese aufgekauft. Vor allem das kongolesische Kuper wurde über Sambia via Tansania oder Südafrika nach China verbracht. Inzwischen bemüht sich die Covec Group (China) auch offiziell um einen Auftrag zur Restaurierung der Kamatanda-Minen und der Aufarbeitungsanlagen für Kupfer und Kobalt.

China, das vom bürgerkriegszerstörten Angola den Auftrag zum Wiederaufbau der Eisenbahn zwischen Benguela und dem angolanischen Erzgebiet an der Grenze zum kogolesischen Lubumbashi erhalten hat - und mit der Tansania-Sambia Bahnlinie bereits über ein exellentes Referenzobjekt verfügt - hat gute Chancen, sich als wichtiges Abnehmerland für die kongolesischen Erze zu etablieren, und China ist nicht bekannt dafür, seine Finanzen nach Menschenrechtsgesichtspunkten,unter Berücksichtigung von Unterdürckung oderKorruptionzu vergeben.

Ein solcher Wiederaufbau braucht - neben Ruhe und Sicherheit - vor allem eines: Energie; dementsprechend gibt es Pläne für riesige Wasserkraftwerke am Kongo, die nicht nur den Kongo selbst, sondern auch die umliegenden Staaten mit Strom versorgen und somit enorme Einnahmen erzielen könnten.



Letztes Update ( Freitag, 05 September 2008 )
 
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