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Kulturen im Konflikt
Afrikanische Kulturen
Bantu-Afrika: Sao Tome und Principe | Bantu-Afrika: Sao Tome und Principe |
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| Geschrieben von Erich Sczepanski | ||||||||||||||||||
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Die wichtigsten Informationen im Überblick:
Vom Nigerdelta und Kamerun führt eine Inselkette über die Insel Bioko, die zu Äquatorial-Guinea gehört, zur Insel Principe und nach Sao Tome. Das nördliche Vorfeld dieser Inseln ist durch eines gekennzeichnet: Ölvorkommen! | ||||||||||||||||||
Seit 1975 ist Sao Tome von Portugal unabhängig. Um die Wirtschaft des kleinen Inselstaates in Schwung zu bringen, knüpft die Regierung wieder engere Kontakte zu den USA und der EU. 600 Millionen Dollar Entwicklungshilfe sind seither auf die Inseln geflossen - und dennoch gelten nach einer Statistik der Weltbank über 50 % der Einwohner als "arm". Ausser eigenen "Marilyn-Monroe-Briefmarken" und der einen oder anderen "unsauberen Hotline" hat die Unabhängigkeit der Inseln nicht viel gebracht. 90 % der Exporterlöse kommen immer noch durch die Kakao-Kulturen.
Das änderte sich, als Öl entdeckte wurde:
In den neunziger Jahren wurden Prospektoren auf etwa 11 Mrd. Barrel Öl aufmerksam, die im Meer nödlich der Inseln vermutet werden.
Seither liegen die Inseln im Focus des Interesses. Konzerne aus Nordamerika, Europa und China bemühten sich um Bohrlizenzen. Die etwas abskure ERHC - in Besitz eines Nigerianers - hat bereits 1997 bis nach 2020 das Exclusivrecht zur Vermarktung erworben. Und Nigeria mischt auch sonst kräftig mit: in der gemeinsamen "Joint Development Zone" entlang der (umstrittenen) Seegrenze werden die Vorkommen gemeinsam ausgebeutet, aber nur 40 % der Erlöse wandern in die Kassen des Inselstaates.
Bereits die erste Versteigerung von Bohrlizenzen ebrachte für Sao Tome einen Erlös von 49 Mio. Dollar - die Summe des Staatshaushalts. 74 Mio. Dollar wanderten aber in die Kassen Nigerias. Inzwischen wurden weitere Lizenzen vergeben - in Block 2 an Chinesen, in Block 3 an US-Firmen.
Die US-Navy errichtet auf Sao Tomé eine Radarstation, um den Flug- und Schiffsverkehr im ölreichen Golf von Guinea und vor der afrikanischen Küste zu überwachen. Schließlich exportieren die USA fast 15 Prozent ihres Ölverbrauches aus schwarzafrikanischen Ländern, deren "offshore" Ölvorkommen zwischen Nigeria im Norden und Angola im Süden von den Inseln aus gut gesichert und kontrolliert werden können.
Externe Links:
Auswärtiges Amt Deutschland - (www.auswaertiges-amt.de)