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Kulturen im Konflikt
Hindu-Kultur
Indien | Indien - Einführung |
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| Geschrieben von Erich Sczepanski | ||
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Seite 5 von 19 Arm und Reich - Business-Class Ökonomie Weitere Informationen Interne Links Externe Links Tatsächlich gehören Infrastruktur und Energieversorgung - neben einer immer noch beängstigenden Bürokratie - zu den Haupthemmnissen einer raschen Wirtschaftsentwicklung des Landes, das sich - wie bereits ausgeführt - in eine "Drei-Klassen-Ökonomie" aufteilen lässt. Die Mehrheit der Wirtschaftswissenschaftler ist inzwischen der Auffassung, dass Indien eine "verstärkte Industriealisierung" durchlaufen muss. Die in der Landwirtschaft tätige Bevölkerung braucht Arbeitsplätze - Indien braucht arbeitsintensive Industrien, da die "Boomtechnologien" wie etwa die Informationstechnologie nur für den kleinsten Teil der indischen Bevölkerung - für Hochschulabsolventen - als Alternativen in Frage kommen. Indien kann nicht "direkt von der Agrar- in die Dienstleistungsgesellschaft springen. Dazu fehlt das Ausbildungsniveau" (Arvind Panagariya, Wirtschaftsprofesspr an der Columbia Universität, Amerika - zitiert in "DIE WELT", 02.08.2007). Indiens Bildungssystem hat sich bereits in der Kolonialzeit an den elitären britischen Universitäten orientiert. Daher verfügt Indien über hoch qualifizierte Universitäten, die sich aus einer Fülle von Bewerbern die besten Studenten aussuchen können. In den sieben Elite TUs (Technischen Universitäten) Indiens erhalten etwa nur 1,5 % der Bewerber einen Studienplatz. Mehr als 11 Millionen Studentinnen und Studenten sind in den 370 indischen Universitäten und 18.000 Colleges eingeschrieben. Rund 200.000 Junglehrer sollen jedes Jahr das Bildungsniveau auf breiter Basis erhöhen. Andererseits ist gerade der ländliche Bereich selbst mit Grundschulen unterversorgt. Über ein Drittel der Inder werden als Analphabeten betrachtet. Allerdings - die Universitäten sind nur für eine Elite der indischen Bevölkerung zugänglich. Noch immer sind 40 Prozent aller Inder Analphabeten, und ohne den Besuch teurer Privatschulen sind die Zugangshürden zu den indischen Hochschulen unüberwindlich. Der "Teufelskreis der Armut" kann nur mit einer Schulbildung durchbrochen werden, die einem möglichst großen Teil der Bevölkerung ein "mittleres Bildungsniveau" ermöglicht und damit den Zugang für Mittelstandsberufe vom Facharbeiter bis in den Dienstleistungsbereich erlaubt. Business-Class-Ökonomie: Der Familienkonzern Tata - 31 % des Umsatzes werden mit Maschinenbau insbesondere der Automobilindustrie erwirtschaftet, 25 % über Kommunikations und Informationssysteme, 21 % über Baustoffe - insbesondere auch die Stahlbranche, 7 % über Dienstleistungen (Hotels und Finanzen), 6 % über die eigene Energiesparte (Kraftwerke) und je 5 % über Chemiekalien und Konsumgüter (wie Tee und Schmuck) hat im neuen Jahrtausend mit der Übernahme der britischen Tee-Firma Tetley Tea (2001) des Stahlkochers Corus (formals Britsh Steel) für etwa 9,4 Mrd. Euro (2006) und auch mit den im Jahr danach geführten Übernahmeverhandlungen von Jaguar und Land Rover von Ford Aufsehen erregt. Externer Link: Zu den reichsten Indern - mit einem geschätzten Vermögen von 43 Milliarden Dollar - gehört Mukesh Ambani, der mit seinem Bruder Anil die Reliance Indstries (RIL) erbte. Die Firma wächst und gedeiht - in Jamnagar entsteht unter der Regie von Mukesh der weltweit größte Raffinerie-Komplex, gleichzeitig entsteht mit einer Anschubfinanzierung von 5 Mrd. $ ein Landwirtschafts- und Einzelhandelskonzern, entstehen Ausbildungszentren für Bauern und Musterfarmen - um die Kunden für die eigenen Produkte zu gewinnen. Der jüngere Bruder Amil - nach der Forbes-Liste unmittelbar hinter dem Älteren geführt - konzentriert sich auf moderne Geschäftsfelder wie die Telekommunikation.
(Text folgt)
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| Letztes Update ( Freitag, 03 Oktober 2008 ) | ||