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Allgemein - Geändertes geopolitisches Verständnis - Einführung E-Mail
Geschrieben von Erich Sczepanski   
Artikel Inhalt
Einführung
Vier Akteure
Eine neue Ordnung?
Zusammenprall der Kulturen
eine multipolare Welteinteilung
Ein Wandel zum Dialog der Kulturen?

 

 

 

Vor diesem Hintergrund ergibt sich folgende multipolare Welteinteilung:

  • das spanisch/portugiesischsprachige, katholische Südamerika mit drei Subzivilisationen (Brasilien - knapp 180 Mio. Menschen, Mexiko und den indianisch geprägten Andenstaaten)

  • das protestantisch geprägte, anglophone Nordamerika mit den USA und Kanada (über 300 Mio. Menschen)

  • das katholisch-/protestantisch geprägte Westeuropa (knapp 500 Mio. Menschen)

  • das orthodox-slawisch geprägte Osteuropa mit Weißrussland, der Ukraine und Russland bis Sibirien und über 150 Mio. Menschen (die Konflikte im Kaukasus sind so zusagen an der Bruchzone zum islamisch-türkischen und islamisch-europäischen Sprachraum) 

  • Australien und Neuseeland 

  • das konfuzianisch geprägte China (1,3 Mrd. Menschen) mit der Mongolei, mit Taiwan, Korea und einer Subzivilisation Japan (130 Mio. Menschen),

  • Südostasien (ASEAN) - überwiegend dem malaysischen Sprachraum angehörend und mit drei Subzivilisationen (buddhistisches Festland, islamische und christlich-katholische Inselstaaten) 

  • das hinduistisch/buddhistisch geprägte Indien (1,2 Mrd. Menschen) mit Subzivilisationen in Pakistan östlich des Indus, Bangla Desh, Ceylon und den Malediven - eigentlich auch mit Burma, das aber im Dreieck zwischen den Einflussbereichen Indiens, Chinas und SO-Asiens liegt (und von Bürgerkriegen geschwächt ist)

  • die islamisch geprägten Staaten des indoeuropäschen Sprachraums mit Iran, Afghanistan, Tadschikistan und Pakistan westlich des Indus (wobei Pakistan sich aus dem Zivilisationsbereich Indien löst - zwar sprachlich noch zugehörend, aber im Konflikt mit der Regionalmacht Indien) 

  • die islamisch-türkischen Staaten Eurasiens mit ca. 150 Mio. Menschen (der Konflikt in Afghanistan spielt sich genau an der kulturellen Bruchlinie zwischen Türken (Nordallianz / Usbeken - Dostum) und indoarischen Sprachgrenze ab, ebensolches gilt für die kurdische Unabhängigkeitsbewegung) 

  • die islamisch-arabischen Staaten (Arabische Liga mit 250 bis 300 Mio. Menschen) - die Konflikte sind auch hier im Grenzbereich zu den benachbarten Zivilisationsbereichen (Iran - indoarisch, Kurden - indoarisch, Türkei - eurasisch, Israel - hebräisch, Äthiopien - christlich, Sudan - afrikanisch): 

  • lediglich mit "Schwarz-Afrika" gibt es noch Probleme; die nachkolonialen Grenzen sind so willkürlich durch die Siedlungsgebiete der Völker und Stämme gezogen, dass eine klare Differenzierung und Einteilung noch nicht so recht möglich ist; 
    die historisch gewachsenen kulturell-zivilisatorischen Einheiten wurden in der Zeit des Kolonialismus zerschlagen, neue regionale Zentren haben sich aber noch nicht gebildet, der Kontinent verharrt in Agonie und Krisen.
    Es scheinen sich aber auch hier auf der Basis der historisch gewachsenen Ethnien mehrere "Subzentren" herauszubilden

  • das ursprünglich von europäischen Weißen europäisierte Südafrika, das zunehmend eine multikulturelle Hintergrundprägung erhält und immer mehr von der Mehrheit der Bantu-Völker "afrikanisiert" wird und sich immer mehr zu einer Führungsmacht im Süden des Kontinents entwickelt,

  • "Bantu-Afrika", die südliche Häflte Afrikas, mit ca. 150 Mio. Menschen, deren Gemeinsamkeiten auftrund der Kolonialgrenzen durch nationalisierte Einflusskonflikte der Stämme überlagert werden, mit den Staaten im Einzugsbereich des Kongo und einem weiteren Subzentrum im Osten des Kontinents (Tansania, Uganda) unter arabisch-islamischem Einfluss und 

  • "Sudan-Afrika" (Sudan-Sprachen) zwischen dem Senegal und Sudan (und auch hier finden die Konflikte - z.B. der Bürgerkrieg im Sudan - an den Bruch- und Verwerfungszonen zu den anderen Zivilisationsgebieten, im Sudan etwa zur arabischen Welt statt).




Letztes Update ( Samstag, 05 Januar 2008 )
 
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