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Mit Einführung der 200-Meilen-Zonen hat sich der Wert entlegener Eilande für
Küstenstaaten enorm erhöht
(Berliner Zeitung 24.02.1996)
Zitat
(Quelle:
Streit um vergessene Felseninseln - (www.berlinonline.de)
):
„In Fernost streiten Japan und Korea um ein paar öde Inselchen..
Abgeschiedene Inseln weit außerhalb jeglicher Territorialgewässer werden immer
häufiger zum Gegenstand ernster zwischenstaatlicher Krisen. Jüngstes Beispiel
liefert der Streit zwischen Japan und Südkorea um die Felseninsel Takeshima
mitten im Japanischen Meer, von den Koreanern Tokdo genannt. Dabei geht es nicht
um Takeshima/Tokdo an sich, sondern um die Ausmaße der sogenannten
"Ausschließlichen Wirtschaftzone" der Konfliktparteien. Diese schließt - sofern
proklamiert - in einer Breite von maximal 200 Seemeilen an die
Territorialgewässer an. Wer eine weit vorgelagerte Insel mit den dazugehörigen
Territorialgewässern besitzt, kann seine Wirtschaftszone somit beträchtlich
ausdehnen. Mit internationaler Einführung von Meereswirtschaftszonen ist der
Streitwert sprunghaft gestiegen
Die Schaffung von Wirtschaftszonen ist erst in den letzten zwanzig Jahren
völkerrechtliche Praxis geworden. Als erster Staat hatte Island 1972 einseitig
eine 50-Seemeilen-Fischereischutzzone eingeführt, mit der zehn Jahre später
verabschiedeten UN-Seerechtskonvention (seit 1994 in Kraft) erfolgte eine
universelle Regelung. Den Küstenstaaten wurde - mit einigen Einschränkungen -
das alleinige Recht auf Ressourcenausbeutung innerhalb einer 200-Meilen-Zone
zugesprochen.“
Die Japaner nennen die Insel Takeshima, die Koreaner Dokdo – und es gibt Streit,
ob das Meer zwischen Korea und Japan "Japanische See" oder "Ost-See" heißen
solle. An der umstrittenen Herrschaft über Dokdo alias Takeshima hängen auch
Interessen an den Fischgründen, Öl- und Gasvorkommen. Der Streit um die
Nutzungsrechte – und die Namensgebung der unbewohnten Inseln sowie des zwischen
Korea und Japan liegenden Meeres – hat auch uns inzwischen erreicht.
Wir möchten das uns zugegangene Schreiben nicht verheimlichen:
Zitat:
„Sehr geehrte Damen und Herren,
ich schreibe Ihnen im Namen von KOIS (Korean Overseas Information Service) und
bitte um Ihre Aufmerksamkeit bezüglich der Bezeichnung des Seebereiches zwischen
der koreanischen Halbinsel und dem japanischen Archipel. Das KOIS hat auf Ihrer
Website Landkarten von Korea mit der Bezeichnung „Japanisches Meer“ gefunden.
Sehen Sie bitte hier:
 
Diese Bezeichnung ist, wie Sie sicherlich bereits wissen, schon lange ein
Konfliktpunkt zwischen Korea und Japan. Die Japaner benutzen „Japanisches Meer“,
weil es seit der ersten Eintragung der offiziellen Name dieses Meeres gewesen
ist, der im Jahr 1929 auf der Monaco-Konferenz der International Hydrographic
Organisation (IHO) festgelegt wurde. Andererseits hat Korea diese offizielle
Bezeichnung nie übernommen, weil die Position Koreas bei der Entscheidung der
Monaco-Konferenz nicht eingebracht werden konnte(Korea war damals japanische
Kolonie).
Diesen Seebereich bezeichnet man jedoch als „Ostmeer“ ungefähr 2000 Jahre lang,
nämlich vor der Annektierung Koreas durch Japan von 1910 bis 1945. In
zahlreichen Landkarten und Geographiebüchern, gedruckt im 17. und 18. sowie 19.
Jahrhundert, findet man die Bezeichnungen „Ostmeer“ oder „Koreanisches Meer“.
Und „Japanisches Meer“ findet man meistens in Landkarten nach 1910. Dies ist ein
klarer historischer Beweis dafür, dass „Ostmeer“ der richtige Name des
Seebereiches zwischen Korea und Japan ist. Sie können diesbezüglich bei der
Website der Presse-und Kulturabteilung der koreanischen Botschaft in Berlin
ausführlichere Informationen haben. (http://www.koreaheute.de/spez/0010/sp002.htm)
Die Republik Korea hat sich daher seit der Befreiung 1945 kontinuierlich darum
bemüht, die Verwendung einer angemessenen Bezeichnung für den fraglichen
Seebereich auf den Weg zu bringen. Bis jetzt haben einige koreanische Gelehrte,
Bürgerinitiativen und Regierungsagenturen im In- und Ausland an der Kampagne
teilgenommen, den simultanen Gebrauch der Bezeichnungen „Ostmeer“ und
„Japanisches Meer“ anzuregen. Diese Bemühungen brachten bereits erste
erfreuliche Resultate, dank des Verständnisses der internationalen Gemeinschaft.
Bemerkenswerte Beispiele in dieser Hinsicht sind die jüngsten Entscheidungen,
die von Rand McNally, der englische Enzyklopädie Britannica und der National
Geographic Society getroffen wurden, die beiden Namen, also „Ostmeer“ und
„Japanisches Meer“, in ihren Diagrammen und Publikationen verwenden. Der
Economist, die BBC, CNN, die USA Today und die Washington Times haben ebenfalls
begonnen, beide Bezeichungen parallel zu verwenden. (CNN benutzt ab jetzt sowohl Begriff „Japanisches Meer“ als auch „Ostmeer“ - (www.korea.net))
Das Kois wäre Ihnen äußerst verbunden, wenn Sie in Ihren Publikationen,
Kartendarstellungen, Diagrammen etc. den koreanischen Standpunkt in dieser
Angelegenheit berücksichtigen und entsprechend „Ostmeer“ oder beide
Bezeichnungen also „Ostmeer“ und „Japanisches Meer“ simultan verwenden würden.
Mehr Information über uns können Sie unter
www.korea.net finden.
Vielen Dank für Ihre Bereitschaft im voraus.
Mit herzlichen Grüssen
(Ms.) Jung-On Lee
Korean Overseas Information Service
82-1 Sejongno, Jongno-gu,
Seoul, Republic of Korea
Tel: +82-2-398-1986
Email:
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
“
Die Inseln liegen 100 Meilen von Japan und 46 Meilen von Korea entfernt Die
Inselgruppe besteht aus den beiden Hauptinseln Seodo („Westinsel“: 95.008 m²)
und Dongdo („Ostinsel“: 67.179 m²) sowie 32 kleinen Felsen und Riffen mit einer
Gesamtfläche von 180.902 m².
Die Herrschaft über die Inseln wechselte mehrfach zwischen Japan und Korea. Am
22. Februar 1905 – als Folge des russisch-japanischen Krieges 1904-1905 - wurden
die Inseln wieder von Japan erobert. Russland musste von der Halbinsel Korea
abziehen und Japan brachte Korea unter seine Kontrolle. Die Okkupation endete
1945 mit der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg. Als Kriegsverlierer büßte
Japan neben Korea alle früher besetzten Gebiete ein. Japan hat den Verlust der
Insel allerdings nicht akzeptiert. Das Parlaments der japanischen Präfektur
Shimane, hat den 22. Februar als offiziellen "Takeshima-Tag" eingeführt, was zu
massiven Verstimmungen zwischen Korea und seinen japanischen Nachbarn geführt
hat.. Japans Regierung verschanzt sich hinter dem Argument, dass das
Regionalparlament unabhängig sei und deshalb ein Einschreiten der japanischen
Regierung nicht möglich sei. (Quelle: http://www.de.emb-japan.go.jp/presse/jb_0521.html
)
Der Streit um die Inseln und die den Japanern in ganz Ostasien vorgeworfene
„Geschichtskittung“ hat nun zu massiven Verstimmungen zwischen Korea und Japan
geführt;
Nordkorea hat bereits deutlich gemacht, dass es Japan am liebsten von den
Sechser-Gesprächen über Nuklearwaffen ausschließen würde.
Darüber hinaus stellt der Konflikt eine enorme Belastung der japanischen Wünsche
auf einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen dar.
Externe Links:
Koreas Sicht - (www.koreaheute.de)
Outline of the Issue of Takeshima - (www.mofa.go.jp)
Takeshima is Japanese Territory - (www.pref.shimane.jp)
Weitere deutsche Quellen:
Japan und Südkorea streiten um Fisch und Felsen - (www.dw-world.de)
Dokdo oder Takeshima - (www.nzz.ch)
Englischsprachige Quellen:
The Territorial Dispute Over Dokdo - (www.geocities.com)
The history of Dokdo - (http://japanflag.com)
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