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Die Muslimbruderschaft in Ägypten (arabisch: Jami'yat al-ikhwan al-muslimin) |
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Geschrieben von Stefan Krekeler
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Die Muslimbruderschaft in Ägypten
(arabisch: Jami'yat al-ikhwan al-muslimin)
Die Muslimbruderschaft wurde 1928 von dem
Lehrer Hasan al-Banna (1906-1949) in Ägypten (damals britisches Protektorat)
gegründet und ist bis heute eine aktive Organisation.
Anfangs eine religiöse
Gesellschaft, die im Umfeld säkularistischer (Trennung Staat und Religion)
Tendenzen und Ansprüche Großbritanniens ihre islamischen Moralvorstellungen
verbreiten wollte und wohltätige Aktionen unterstützte. Ab den 1930er Jahren
nahm sich die Muslimbruderschaft auch gesellschaftspolitischen Themen an. Hasan
al-Banna predigte einen allumfassenden und revolutionären Islam und erhoffte
sich in Zukunft einen wahren Islamischen Staat.
1936 wird Ägypten von Großbritannien
unabhängig und es entsteht eine Monarchie.
Bis 1938 wurde die
Muslimbruderschaft eine streng hierarchisch organisierte Organisation mit
eigenen Fabriken, Schulen und Hospitälern. Sie besetzte wichtige Posten in der
ägyptischen Armee und den Gewerkschaften.
1948 kam es zur Eskalation mit der
Regierung. Die Muslimbrüder ermordeten den ägyptischen Ministerpräsidenten
Mahmud Fahmi an-Nuqrashi und der Anführer der Muslimbruderschaft al-Banna fiel
im selben Jahr einem Attentat zum Opfer.
Neuer Anführer der
Muslimbruderschaft wird 1948/1949 Hasan al-Hudaibi.
1951 tritt der bedeutende
muslimische Lehrer, Kritiker, Schriftsteller und Dichter Sayyid Qutb (1906-1966)
der Muslimbruderschaft bei. So war er auch Herausgeber der Zeitschrift "Al-Ikhwan
al-muslimun" ("Die Muslimbrüder"). Später wird Qutb zum führenden
Ideologen der Gruppe.
1952 übernehmen "Freie
Offiziere" der Streitkräfte die Macht und beenden die Monarchie in Ägypten.
Jamal Abd an-Nasir (Nasser) ruft die Republik aus. Der gestürzte König Faruk
I. flieht nach Italien.Mit der Muslimbruderschaft kommt es wegen dem zukünftigen
Stellenwert des Islam in Ägypten und den Beziehungen zu Großbritannien zu
Meinungsverschiedenheiten.
1954 entgeht Staatspräsident Jamal
Abd an-Nasir (Nasser) (1918-1970) einem Attentat, für das die Regierung die
Muslimbruderschaft verantwortlich machte. Die Muslimbruderschaft wird
daraufhin verboten und zahlreiche Anhänger u.a. auch Sayyid Qutb verhaftet.
1958/1959 lag die Mitgliederzahl der
Muslimbrüder auf ungefähr 500.000.
Ab den 1960er Jahren Anlehnung der
ägyptischen Regierung an die Sowjetunion. Nasser propagiert den arabischen
Sozialismus.
Zwei Jahre vor seiner Hinrichtung
veröffentlichte Qutb noch im Sommer 1964 während seiner Freilassung aus dem
Gefängnis ein Buch mit dem Titel "Meilensteine" und entwickelt ein
Verständnis von einem radikalisierteren Islam: die unlauteren Regierungen
sollten gestürzt werden, um eine neue wahrhaft islamische Ordnung durch einen
Jihad (Heiligen Krieg) zu errichten. Im August 1965 wurde Qutb wieder verhaftet
und später zum Tode verurteilt. Ende August 1966 wurde Sayyid Qutb
hingerichtet.
Ab den 1970er Jahren nutzen viele
militante Extremisten Anschläge dadurch zu legitimieren indem sie die Schriften
Sayyid Qutbs nutzten.
1972 wird Umar at-Tilimsani neuer
Anführer der Muslimbruderschaft. Er propagierte den unbewaffneten Kampf.
1981 - Ermordung des
westlich-orientierten ägyptischen Staatspräsidenten Anwar as-Sadat während
einer Militärparade durch einen islamischen Extremisten. Nachfolger wird Hosni
Mubarak.
Ab 1984/1985 machte die ägyptische
Regierung keinen Unterschiede mehr zwischen der gemäßigteren reformistischen
Muslimbruderschaft und Extremisten im eigenen Land, die vielfach auf die
Ideologie der Muslimbrüder zurückgriffen.
1986 wird Hamid Abu Nasr neuer Anführer
der Muslimbruderschaft, auch er war eggen den Einsatz von Waffen und wollte die
Muslimbruderschaft als politische Partei in Ägypten etablieren.
Anfang 1996 wird Mustafa Mashhur
Leiter der Organisation der Muslimbrüder und muß mit permanent massiven Maßnahmen
durch die ägyptischen Sicherheitskräfte und den Behörden rechnen. |
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Letztes Update ( Dienstag, 24 April 2007 )
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