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Artikel - Analysen
Tibet - Vierzig Jahre autonome Region und umstrittene Provinz Chinas | Tibet - Vierzig Jahre autonome Region und umstrittene Provinz Chinas - Einführung |
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| Geschrieben von Erich Sczepanski | ||||||
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Wirtschaftliche Entwicklung: Mit entsprecheden Erschließungsmaßnahmen (Infrastruktur) können nicht nur diese Bodenschätze gewonnen werden, zugleich eröffnet sich die Möglichkeit, Handelswege etwa nach Südasien (Indien) zu modernisieren und damit den Seeweg über die Straße von Malakka zu entlasten. So ist im Sommer 2006 eine alte, über 40 Jahre geschlossene Handelsstraße zwischen dem Kreis Chomo in Xigazê in Tibet und dem Nathu-La-Pass im indischen Sikkim wieder eröffnet worden. Rund 40.000 km Straßen wurden - zunächst wohl durchaus auch aus strategischem Interesse - von den Chinesen gebaut, der Flughafen von Lhasa erweitert, insgesamt wurden Milliarden investiert, um die rückständigste Region der Volksrepublik zu modernisieren. Die am 1. Juli 2006 frei gegebene Bahnstrecke von Quinghai nach Lhasa ist der Höhepunkt der Bemühungen, zunächst die Infrastruktur zu verbessern und die Region zu erschließen. Seit Gründung des Autonomen Gebietes Tibet vor mehr als 40 Jahren hat die chinesische Zentralregierung über 9 Milliarden Yuan (900.000 Millionen Euro) alleine in die Stromversorgung Tibets investiert (inzwischen verfügen 60 % der tibetischen Haushalte über einen Stromanschluss). Auch künftig soll die Stromversorgung in Tibet durch saubere Energiequellen wie Wasserkraft, Solarenergie und Erdwärme gewährleistet werden (Quelle: Stromversorgung aus sauberen Energiequellen für Tibet - (www.china.org)). eit dem Ende der neunziger Jahre versucht Peking, den Aufschwung der Küstenprovinzen auch auf die im Hinterland gelegenen Autonomen Regionen auszudehnen. "Tibet darf nicht für immer rückständig bleiben" war die Losung, die der damalige Parteichef Jiang Zemin ausgegeben hat. Diese Investitionen sind bisher allerdings hauptsächlich den Städten und den dort angesiedelten Han-Chinesen zu Gute gekommen. In den nächsten Jahren sollen die Stromversorgung flächendeckend für alle Tibeter gesichert werden. Tibet wird "verwestlicht" - und mit der wirtschaftlichen Entwicklung verliert die Religion und damit auch die Symbolfigur des Dalai Lama an Bedeutung.
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| Letztes Update ( Mittwoch, 02 Juli 2008 ) | ||||||