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Afrika - Südafrika - Doppeltaufe bei HDW in Kiel | Afrika - Südafrika - Doppeltaufe bei HDW in Kiel |
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| Geschrieben von Hans Karr | ||
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Dieser Artikel wird mit freundlicher Genehmigung der "Marineforum - Zeitschrift für maritime Fragen" veröffentlicht.
Die südafrikanische Bürgerrechtlerin Frau Dr. Ruth Segomotsi Mompati taufte am 15. Juni 2004 als erste Taufpatin bei der Kieler Werft Howaldtswerke Deutsche Werft AG (HDW) an einem Tag zwei Neubauten, am Vormittag das U-Boot S 101 und am Nachmittag die Korvette MENDI. Der Vertrag über die Lieferung von drei hochmodernen U-Booten der Klasse 209/1400-mod für die südafrikanische Marine trat am 12. Juli 2000 in Kraft. Der Auftrag hat ein Volumen von ca. 700 Millionen Euro und ist Teil eines Vertragspaketes, das das German Submarine Consortium (GSC), bestehend aus Howaldtswerke Deutsche Werft AG, Kiel, Nordseewerke GmbH, Emden, und Ferrostaal AG, Essen, am 3. Dezember 1999 in Pretoria mit der Regierung Südafrikas unterzeichnet hatten. Bei den U-Booten handelt es sich um die modernste Version der konventionellen Klasse 209, die vom deutschen Lieferkonsortium seit vielen Jahren erfolgreich exportiert wird. Von diesem erfolgreichsten U-Bootstyp seit dem Zweiten Weltkrieg sind weltweit in dreizehn Ländern 61 Boote im Einsatz beziehungsweise im Bau oder unter Vertrag. Der Lieferumfang des Konsortiums umfaßt neben Bau und Ablieferung der Boote auch Training, logistische Unterstützung und Simulationstechnik. Als Gegengeschäft wird das Konsortium umfangreiche Investitionen und industrielle Förderungsmaßnahmen in Südafrika gewährleisten. Südafrikanische Unternehmen sind im militärischen und zivilen Teil des Vertrages maßgeblich beteiligt. In Deutschland sichert der Vertrag über Jahre zahlreiche anspruchsvolle Arbeitsplätze auf den Werften in Kiel und Emden, aber auch bei der Zulieferindustrie im Binnenland. ![]() Am 22. Mai 2001 begann mit dem Verschweißen der ersten Sektion in Kiel die Fertigung der Bauserie. Unter Nutzung des Serieneffekts sind durch Zulieferungen die Nordseewerke und die HDW-Tochter Kockums in die Fertigung mit eingebunden. Während in Schweden die Hecksektionen hergestellt werden, liefert die Emder Werft Druckkörpersektionen. Der Zusammenbau und die Endausrüstung des ersten Bootes erfolgt in Kiel. Die beiden übrigen werden in Emden fertiggestellt. Im Juli 2005 wird S 101 als erstes Boot an den Auftraggeber abgeliefert und bis zum Sommer 2007 soll das Gesamtprojekt abgeschlossen sein. ![]() Howaldtswerke-Deutsche Werft AG, Thyssen Rheinstahl Technik) sowie Thales Naval (Frankreich) und African Defence Systems (Südafrika). Die MEKO-Technologie (Mehrzweck Kombination) ist gekennzeichnet durch die modulare Bauweise. Unterschiedliche aber standardisierte Module für Waffen, Elektronik, Mastaufbauten, Schiffsbetriebseinrichtungen und Gerätepaletten lassen sich als Funktionseinheiten einrüsten. Die Konstruktion des Schiffskörpers und die Fertigung der Module erfolgt zeitlich parallel. Kurze Bauzeiten und Kosteneinsparung sowie große Flexibilität in der Zusammenstellung der Systemkomponenten sind charakteristische Merkmale des MEKO-Prinzips. Auch später notwendig werdende Reparaturen, Modernisierungen oder Umrüstungen können kostengünstig und mit geringem Aufwand durchgeführt werden. ![]() Bei 121 Meter Länge, 16,34 Meter Breite und einem Tiefgang von 3,4 Metern verdrängen die Korvetten rund 3.500 Tonnen. Die Besatzungsstärke beträgt 100 Mann. Die Schiffe sind mit dem neuartigen Antriebssystem |
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| Letztes Update ( Freitag, 17 Oktober 2008 ) | ||