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ABC-Waffen - Informationen zu Atomwaffen (Kernwaffen, Nuklearwaffen) - Einführung |
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Geschrieben von Stefan Krekeler
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Zusatzinformation zum Beginn der Entwicklung der Atombombe
in den USA:
Das Manhattan-Project (MED Manhattan Engineer District) der
USA ist der Beginn der Entwicklung von Atomwaffen. Ab August 1942 während des Zweiten Weltkriegs wurde das streng geheime Manhattan Project
als Sammelbezeichnung für alle Aktivitäten zur Entwicklung einer
amerikanischen Atombombe genutzt. Grund für die Entwicklung war ein
Schreiben des in die USA ausgewanderten Physikers Albert Einstein (1879-1955)
an US-Präsident Franklin D. Roosevelt (1882-1945), indem er davor
warnte, das Deutsche Reich könnte nach der Entdeckung der Kernspaltung
durch den deutschen Chemiker Otto Hahn (1879-1968) im Dezember
1938 Nuklearwaffen entwickeln. Als im Norsk-Hydro-Werk in Rjukan im
deutsch besetzten Norwegen eine deutliche Steigerung der
Schwerwasserproduktion (Deuterium) festgestellt wurde (ca. 5 Tonnen),
erhielt das Manhattan Projekt offiziellen Rang. Aus Gründen der
Geheimhaltung wurden die Mittel dafür in Höhe von über 2,5 Milliarden
US-Dollar ohne Konsultation des Kongresses bewilligt.
Zweitweise arbeiteten über 300.000 Personen an dem Projekt,
aber nur eine kleine Anzahl von Leuten kannte den gesamten Umfang und das
letztendliche Ziel der Unternehmungen, für die drei
Produktionsstätten in Oak Ridge bei Knoxville (Tennessee) und Hanford bei
Pasco (Washington) und Savanah River (South Carolina) geschaffen wurden.
Für den Zusammenbau der Atombombe und die Leitung der wissenschaftlichen
Forschung baute man in Los Alamos im US-Bundesstaat New Mexico ausgedehnte
Laboranlagen und Werkstätten. Leiter des Manhattan Projektes wird der
amerikanische Physiker und Professor an der University of California und am Californian Institute of Technology in
Pasadena, Robert Julius Oppenheimer (1904-1967).
Nach dem Gelingen der ersten Kernspaltung ging die Entwicklung der Atomenergie in eine deutlich militärische Richtung. 1942 wurde unter Leitung des italienischen Kernphysikers Enrico Fermi der erste Atomreaktor für eine Kettenreaktion mit dem Ziel der Herstellung einer Atombombe in Betrieb genommen.
Der dabei benutzte Kernreaktor war aus Geheimhaltungsgründen unter der Tribüne des Football-Stadions der University
of Chicago ("Chicago Pile-1") aufgebaut worden. Darin wurden Uran und Uranoxid mit Graphitblöcken zu einem Meiler aufgeschichtet, in den Kadmiumstäbe eingefahren wurden, die verhindern sollten, daß der Meiler schon während des Aufschichtens aktiv wurde. Beim Herausziehen der Stäbe wurden mehr Neutronen produziert, als das Kadmium auffangen konnte. Damit begann die erste nukleare Kettenreaktion
am 2. Dezember 1942, die das Material zum Bau der ersten Atombomben lieferte.
16. Juli 1945 - Um 5.30 Uhr Ortszeit erfolgt die
erste erfolgreiche Zündung einer Atombombe auf einem Versuchsgeländer der
Luftwaffe in der Nähe von Alamogordo bei Santa Fe im Bundesstaat New Mexico.
Die Sprengwirkung entsprach 20000 Tonnen TNT (herkömmlichen Sprengstoff)
und der Blitz war noch fast 300 km weit zu sehen - der Atompilz türmte sich
12 Kilometer hoch. Offiziell wurde die Explosion eines Munitionsdepots
verbreitet. Die eigentlich für den europäischen Kriegsschauplatz gebaute
Waffe konnte nach dem Kriegsende in Europa nur noch im Krieg gegen das
japanische Kaiserreich eingesetzt werden.
Nachdem die US-Regierung unter Präsident Harry S. Truman
(1884-1972) Japan auf der Konferenz von Potsdam am 26. Juli 1945 ultimativ
zur Kapitulation aufforderte und die japanische Führung dies ignorierte, da
die Siegermächte den Fortbestand der Monarchie nicht garantieren wollten
ordnete Truman den Einsatz der Atombombe an. Zu diesem Zeitpunkt wurde das
Gehäuse und der Sprengsatz der Atombombe von Bord des Kreuzers U.S.S
Indianapolis gebracht.
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Letztes Update ( Dienstag, 19 Juni 2007 )
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