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ABC-Waffen - Informationen zu Atomwaffen (Kernwaffen, Nuklearwaffen) - Einführung |
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Geschrieben von Stefan Krekeler
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Bedeutung von Kernwaffen
Kernwaffen stellen einerseits ein äußerst wirkungsvolles militärisches Mittel dar, das selbst
härtere Ziele zerstören kann, und andererseits eine Massenvernichtungswaffe,
welche ununterscheidbar Kombattanten und Zivilisten vernichten und darüber
hinaus langanhaltende Folgen z. B. Verstrahlung mit sich bringen kann. Neben
hochmodernen Waffensystemen gibt es primitive Terrorwaffen relativ einfacherer
Bauart. Eine Sonderkategorie bilden die radiologischen Waffen, die nukleare
Stoffe verteilen und hierdurch Lebewesen und Pflanzen bzw. Gelände verstrahlen.
Die Herstellung nuklearer Waffen erfordert einen außerordentlich hohen Stand im
Bereich "konventioneller" Technologie und den erheblichen, nicht
zuletzt finanziellen Aufwand. Die Beschaffung von Kernwaffen im Ausland ist zwar
weniger anspruchsvoll, jedoch nur mit Schwierigkeiten "verdeckt" zu
bewerkstelligen. Angesichts erheblicher technologischer Fortschritte bei der
Entwicklung von biologischen und chemischen Kampfstoffen ist die Entwicklung von
B- und C-Waffen weltweit verstärkt worden.
Bedeutung der radiologischen Bedrohung
Die radiologische Bedrohung betrifft vor allem Soldaten in der Kampfzone. Über die Verbreitung
der radioaktiven Wolke bestehen erhebliche Unsicherheiten; die Vorhersagbarkeit
ist demzufolge sehr gering. Eine Gefährdung durch eine niedrige Strahlendosis
("low level radiation") besteht insbesondere durch beschädigte oder
nicht ausreichend abgesicherte Kernreaktoren. Die Wirkung radiologischer Waffen
besteht in der Schwächung oder Zerstörung des Immunsystems. Dies erhöht
wiederum die Wirkung biologischer und chemischer Kampfstoffe, so dass sich eine
radiologische Bedrohung im Zusammenwirken mit anderen Massenvernichtungswaffen
noch verstärkt.
"Schmutzige Bomben" - ("Dirty Bombs")
Als eine besondere Gefahr wird von der Internationalen Atomenergie Behörde (IAEO) der Einsatz sogenannter "schmutziger
Bomben" genannt. Darunter ist die Explosion konventionellen Sprengstoffs,
mit dem radioaktive Substanzen verbreitet werden zu verstehen. Als
"geeignete" Radionuklide sind besonders langlebige, gut zu
verarbeitende und im Prinzip leicht erhältliche Substanzen zu verstehen.
Es sei beispielsweise angenommen, dass 15 kg freigesetztes
Plutonium, z.B. mittels konventionellen Sprengstoffs, aus einem Kleinflugzeug
oder einem Ballon (Radius 2-3 Meter) zerstäubt oder bei dem Anschlag auf eine
Wiederaufarbeitungsanlage, z.B. in La Hague/Frankreich, freigesetzt würden.
Um wenigstens eine ungefähre Abschätzung über die daraus
erfolgte radioaktive Verseuchung zu bekommen, sei davon ausgegangen, dass das
Plutonium in einer Höhe von 1000 m verstreut wird und sich in einem Luftkegel
mit einem Winkel von 90° gleichmäßig bis zum Boden verteilt. Das Volumen
eines derartigen Kegels ergibt sich mit einer Höhe h = 1000 m und einen Radius
r = 1000 m. Die betroffene Fläche des Kegels am Boden hätte eine Ausdehnung
von 3,14 km2.
Link-Tipp:
Endlich ein Erfolg für US-Justizministerium, CIA und FBI - (www.heise.de)
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Letztes Update ( Dienstag, 19 Juni 2007 )
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