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Deutschland - Einsatzgruppenversorger der Marine - Einführung |
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Geschrieben von Volker Hartmann
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Neue Einsatzschwerpunkte der Einsatzgruppenversorger
Neben diesem klassischen Einsatzprofil wurden die Einsatzgruppenversorger seit dem Jahr 2005 zunehmend mit neuen Einsatzschwerpunkten konfrontiert. Diese verdeutlichen, dass sich die Deutsche Marine stringent auf dem Wege zu einer »Expeditionary Navy« befindet. Im Frühjahr 2005 wurde die BERLIN aus der Operation Enduring Freedom zu dem ersten großen Marineeinsatz der Humanitären Hilfe (HUMHISOA) vor die Küste Sumatras herausgelöst. Es gelang dort in kurzer Zeit, eine Joint Task Force aus zwei TSK/Orgbereichen zusammenzustellen. Diese war in der Lage, einen schwierigen Auftrag mit den vorhandenen personellen und materiellen Fähigkeiten an Land und in See erfolgreich durchführen zu können.
Im Spätsommer 2005 nahm das Schiff gemeinsam mit Einheiten der Division Spezielle Operationen ( DSO) an dem multinationalen Joint-Manöver »Bright Star« in Ägypten teil. Wenige Wochen später operierte es mit Unterstützungselementen der DSO vor der westafrikanischen Küste für eine mögliche militärische Evakuierungsoperation (MilEvakOp) von bis zu 450 europäischen Staatsbürgern. Im Jahre 2006 wurde der EGV im Rahmen der Zertifizierungsübung Steadfast Jaguar auch als logistisches »Asset« zur Unterstützung einer Joint Logistic Support Group (JLSG) eingesetzt. Er unterstützte hier im Rahmen der logistischen Fähigkeiten der NATO Response Force (NRF) u.a. auch bei der Bereitstellung von Versorgungskomponenten für den Bereich der landgestützten Versorgung. Gleichzeitig diente das Schiff als Plattform für eingeschiffte Soldaten der Spezialisierten Einsatzkräfte der Marine ( SEKM). Im Rahmen des im Sommer 2006 beginnenden EU-Einsatzes EUFOR RD Kongo wurden Umbaustudien zur zeitlich begrenzten Aufnahme von Soldaten des Heeres oder Spezialkräften an Bord erstellt. Im Frühjahr 2007 nahm der EGV FRANKFURT AM MAIN zeitweise an der EU Maritime Task Group (MTG) 2007, einer Unterstützung der EU-Battlegroups durch Seestreitkräfte, teil. Mittlerweile stellen die Einsatzgruppenversorger das am höchsten ausgelastete Seekriegsmittel der Marine dar.
Die aufgeführten Beispiele der Operationen der EGV aus den letzten drei Jahren zeigen somit, welche hervorragenden Möglichkeiten sich der Marine durch Nutzung der zur Verfügung stehenden Plattformen für aktuelle und künftige Einsatzoptionen eröffnen. Zur erfolgreichen Durchführung derartiger Einsätze, die gewöhnlich vor fremden Küsten stattfinden, gehört unabhängig von einem möglichen Einsatz mit Schwerpunkt medizinischer Hilfeleistungen eine suffiziente sanitätsdienstliche Versorgung als unverzichtbares Element für die beteiligten Soldaten. Diese wird durch das Marineeinsatzrettungszentrum vorgehalten, das optional und modular je nach Einsatztyp aktiviert werden kann. Seine Fähigkeiten für solche Einsätze werden nachstehend vorgestellt.
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Letztes Update ( Mittwoch, 23 Juli 2008 )
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