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USA - Der USS PUEBLO Zwischenfall - Einführung |
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Geschrieben von Francis Landikrov
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Schlussbetrachtung
Der »PUEBLO incident« markiert einen in über 150 Jahren amerikanischer Marinegeschichte einzigartigen Vorgang: Das Aufbringen einer Einheit der aktiven Flotte auf hoher See – dazu ohne jede militärische Antwort. Sieben Monate vor dem PUEBLO-Zwischenfall war USS LIBERTY vor der Küste Israels angegriffen worden und konnte sich unter Verlust von 34 Mann der Besatzung nur unter größten Schwierigkeiten zurückziehen – hätten die zuständigen Kommandostellen der US-Navy daraus Lehren ziehen und Einsatzregeln verändern müssen?
Besonders die Einschätzung des Risikos in der Ops-Order als »minimal« hat dazu geführt, dass keine Eingreifeinheiten in Standby waren.
Das US-DoS (Außenministerium) veröffentlichte am 23. Februar 1968 eine Erklärung, in der es sowohl den Aufklärungsauftrag der PUEBLO einräumte als auch betonte, dass sich das Schiff in internationalen Gewässern befunden habe. Die Erklärung verurteilte das nordkoreanische Vorgehen deutlich, blieb in ihrer Konsequenz jedoch angesichts der Tatsache, dass sich die Besatzung noch in Gefangenschaft befand, zurückhaltend. Man könne erst mit Sicherheit sagen, was passiert sei, wenn man Kommandant und Besatzung gehört habe.
Bereits am 24.01. waren erste Kontakte zwischen Amerikanern und Nordkoreanern in Panmunjom, dem Ort der regelmäßigen Gespräche in der Demilitarisierten Zone am 38. Breitengrad, über den Zwischenfall aufgenommen worden. Darin stellte der nordkoreanische Generalmajor Pak Chung Kuk die Position seiner Führung klar: Es habe sich um einen feindlichen, aggressiven und illegalen Akt gehandelt, ein Spionageschiff in Richtung Nordkorea zu entsenden.
Für die völkerrechtliche Betrachtung ist vor allem von Bedeutung, ob die PUEBLO zur Zeit des Zwischenfalls und/oder zuvor in nordkoreanischen Hoheitsgewässern operierte. Hierüber gehen – naturgemäß – die Auffassungen beider Seiten auseinander.
In die Überlegungen mag jedoch auch die Tatsache einbezogen werden, dass der Korea-Krieg (1950 bis 1953) bis heute nicht mit einem Friedensvertrag beendet wurde. Das im Juni 1953 von Nordkorea, der VR China und den USA (handelnd für die Vereinten Nationen, die 1950 eingegriffen hatten) unterzeichnete Waffenstillstandsabkommen war auf zwölf Monate ausgelegt und wurde seitdem zwar stillschweigend, nicht jedoch förmlich verlängert. Insoweit könnte – 1968 mehr als heute – auch mit einem fortdauernden Kriegszustand argumentiert werden.
Die jüngsten politischen Entwicklungen auf der koreanischen Halbinsel (Fortschritte bei den Sechsparteiengesprächen zur Lösung der Nuklearfrage; zweiter innerkoreanischer Gipfel Anfang Oktober 2007) geben Anlass zu Optimismus. Dieser ging bei einigen amerikanischen Kongressabgeordneten bereits so weit, die Aufnahme einer Rückgabe der PUEBLO als Punkt in die künftigen Verhandlungen über eine Normalisierung der Verhältnisse zwischen den beiden Staaten zu fordern. Sicher ist es schwer vorstellbar, dass bei tatsächlicher Aufnahme diplomatischer Beziehungen einstmals US-Diplomaten als zahlende Gäste einen Sonntagsausflug auf das in so umstrittener Weise in Pjöngjang liegende United States Ship machen werden. Allerdings liegen derzeit (auch) für die Lösung dieses Problems noch keine konkreten Hinweise vor.
In Kooperation mit "MarineForum - Zeitschrift für maritime Fragen"

Alle Informationen entstammen frei zugänglichen Quellen. Bildquelle: Autor
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Letztes Update ( Montag, 21 Januar 2008 )
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